Archiv für August, 2009

brands4friends.de

Posted in Shopping, World Wide Web on 31. August 2009 by Basti

„Marken zum Freundschaftspreis“ – was ist das denn?

Das war meine erste Reaktion, als ich vor ewiger Zeit von der Seite „brands4friends.de“ (B4F) hörte. Da ich aber von Natur aus neugierig bin und mich schnell von Schnäppchen begeistern lassen kann, meldete ich mich über meinen SchülerVZ-Account dort an. Und siehe da: Das Konzept des Internet-Shops überzeugte mich auf ganzer Linie. Bis heute schaue ich regelmäßig auf der Seite vorbei, informiere mich über ausstehende Aktionen (Dazu später mehr…) und shoppe gerne und ausgiebig.

Doch zurück zur Eingangsfrage: „brands4friends“ – was ist das?

„Wir sind Deutschlands No.1-Shopping-Club für Markenbekleidung und Lifestyle-Produkte. Wir bieten ausgewählte Produkte renommierter Mode- und Lifestyle-Marken in zeit- und volumenlimitierten Verkaufsaktionen zu Freundschaftspreisen an. Ob Taschen, Schuhe, Shirts oder Jeans, ob Sport-, Freizeit-, oder Luxuslabel, bei brands4friends finden unsere Mitglieder ihre Lieblingsmarken bis zu 70% günstiger als im Laden. Wir nutzen Überhänge aktueller Kollektionen, „Off-Season“-Produkte oder Sonderkollektionen. Wir verkaufen ausschließlich Original-Ware in unseren Aktionen, die ein bis drei Tage dauern. Dabei gilt: Wer zuerst kauft, malt zuerst. Um die begehrten Artikel nicht zu verpassen, laden wir unsere Mitglieder per E-mail im Vorfeld zu den Aktionen ein.“

So steht es auf der Website. Und im Prinzip ist die Idee damit erklärt. Auf der Startseite erhält man nach dem Login eine Übersicht über die aktuellen, sowie ausstehenden Aktionen, in denen eine bestimmte Anzahl an Klamotten eines bestimmten Labels – ganz wichtig: zeitlich limitiert! – zu haben ist. Man muss sich beeilen, was weg ist, ist weg. „Reservierungen“ im Warenkorb kann man vergessen, dieser wird nach spätestens 25 Minuten gelehrt. Allerdings muss man sich als Käufer keine Sorgen machen, die Zeit ist immer gut zu sehen.

Beim Stöbern auf der Seite hat man bei jedem Artikel die Möglichkeit, ihn von mehreren Seiten anzuschauen und erhält detaillierte Informationen über Größe, Aussehen, Einzelheiten etc. So macht online shoppen Spaß!

Die Bestellung selber bietet nichts Neues im Vergleich zu anderen Online-Shops, gezahlt werden kann per Kreditkarte, Vorkasse, Sofortüberweisung oder diversen Online-Bezahlsystemen. Interessant: Einen Mindestbestellwert gibt es nicht, es fallen lediglich die doch recht hohen Versandkosten von 6,90€ auf.

Wenn man dann einmal bestellt hat, muss man ziemlich lange auf seine Sachen warten, B4F erklärt dies auf seiner Seite allerdings damit, dass die Herstellerfirmen erst nach Ablauf der Aktion beauftragt werden, die Bestellungen zu bearbeiten und dafür 14 Tage Zeit haben. Die Lieferung geht wohl erst an B4F, die die Sachen dann an ihre Kunden ausliefern. Meiner Meinung nach ziemlich umständlich, aber was soll’s. Muss man halt ein bisschen warten, aber wo sonst bekommt man so günstig Markenklamotten?

Kommen die Klamotten dann an der Haustür an, ist man doch recht überrascht: Egal, was man kauft, sei es beispielsweise nur ein Hemd, wie bei mir, kommt ein vergleichbar großes Paket. Daher anscheinend die hohen Versandkosten.

Alles in allem bin ich mit dem Angebot in diesem „exklusiven Shopping-Club“ total zufrieden. Nur: So exklusiv ist der Schop dann doch wieder nicht, rein kommt man schon irgendwie. Wie soll B4F denn auch sonst sein Geld verdienen? Einladung durch ein Mitglied ist die offiziell einzige Möglichkeit, es geht aber auch anders, wie ich oben schon erwähnt habe. Damit bereits registrierte Mitglieder auch fleißig neue Kunden einladen bekommen sie einen 10€-Gutschein bei der Anmeldung eines solchen und einen weiteren 8€-Gutschen, wenn das neue Mitglied etwas kauft. Diese sind dann 6 Monate gültig und lassen sich auf jede Bestellung anrechnen.

Fazit: Da man weiß, dass man lange auf seine Bestellung warten muss, fällt mir rein gar nichts negatives zu B4F ein. Die Idee, eine Community draus zu machen ist interessant, spielt aber wahrscheinlich nur eine psychologische Rolle. Egal, ich werde auch in Zukunft dort auf Schnäppchenjagd gehen.

Wer Mitglied werden will, kann sich natürlich gerne bei mir melden…

VfB Stuttgart – Glubb 0:0

Posted in Fußball, Glubb on 30. August 2009 by Basti

GlubbDie Reise nach Stuttgart stand im Vorfeld unter keinem guten Stern. Nach der erschreckend schwachen Vorstellung gegen Hannover vor einer Woche kamen die üblichen Rufe nach einer Verstärkung des Sturmes genauso, wie die Versicherung des Trainers, man müsse Vertrauen in seine Arbeit haben. Und so trat der Aufsteiger gestern beim Champions-League-Teilnehmer an.

Überraschungen gab es in einer spannenden Bundesliga-Partie dann einige. Die erste gleich zu Beginn auf Nürnberger Seite: Ein eher defensiv eingestelltes 4-1-4-1 sollte es gegen die noch ohne den Spielmacher Aliaksandr Hleb antretenden Stuttgarter richten. Angelos Charisteas als einzige Spitze mit dahinter einem offensiven Vierer-Mittelfeld, bestehend aus – Überraschung Nummer 2 und 3 – Vidosic, Mintal, Kluge und Risse. Dahinter sollte Neuzugang Nordtveit (Überraschung 4) den Abräumer vor der – ohne Überraschung – aufgestellten Abwehr spielen.

Und Oennings Experiment ging, und damit hätten wir Überraschung Nummer 5, gut. Der Glubb begann trotz der defensiven Aufstellung forscher als der VfB und war dem Sieg am Ende sogar deutlich näher. Doch der Reihe nach: Dario Vidosic bescherte Nürnberg die erste Chance im Spiel, in Minute Nummer 12 servierte ihm der erneut solide spielende Dennis Diekmeier eine Flanke, Vidosic scheiterte aber an Lehmann. Keine 10 Minuten später war es an Charisteas, den Stuttgarter Torwart zu prüfen. In der 20. bzw. 25. Minute war es wieder Lehmann, der die Schwaben vor dem Rückstand bewahrte. Und auch kurz vor der Pause hatte Nürnberg Pech. Mintals Schuss (41.) wurde von einem Abwehrspieler abgewehrt, Handspiel reklamierte der Glubb, Arm entschied der Schiri.

Auch in der zweiten Halbzeit gab der Glubb den Ton an. Nach der unverständlichen Auswechslung Charisteas‘ kam Eigler in der 63. Minute in die Partie. Unverständlich war der Wechsel deshalb, weil Charisteas bis zu diesem Zeitpunkt einer der besten Glubberer auf dem Platz war, und Eigler besonders in der letzten Zeit seine Qualitäten als Stürmer vermissen ließ. So war es in der 66. Minute auch nicht der etatmäßige Stürmer, sondern Marcel Risse, der die größte Nürnberger Chance auf dem Fuß hatte. Sein Schuss ins lange linke Eck schien schon versenkt, doch der Pfosten war im Weg. In der 90. Minute hatte Pinola die allerletzte Chance im Spiel, sein Schuss aus halblinker Position fand aber den Weg zum Tor nicht ganz. Zuvor war Pavel Pogrebnyak zweimal (68., 75.) an Raphael Schäfer gescheitert, der mit seinen Paraden die zwei besten Stuttgarter Chancen verhinderte.

Wie schon gesagt, war der Glubb dem Sieg am Ende näher als Stuttgart, zumal der Schiri zweimal auf Abseits pfiff, als dies überhaupt nicht der Fall war; Charisteas und Pinola waren die Leidtragenden. Das Remis geht deshalb in Ordnung, da sich die Aufregung der letzten Woche nun hoffentlich legt und sich der Trainer mit der Mannschaft in Ruhe auf das nächste Bundesliga-Heimspiel gegen Gladbach in zwei Wochen vorbereiten kann. Einen vergleichbar forsch aufspielenden Glubb braucht es dann aber auch, schließlich legte Gladbach einen sehr guten Saisonstart hin.

Culcha Candela – Schöne neue Welt

Posted in Musik, Platten on 28. August 2009 by Basti

culcha candela - schöne neue weltEs ist soweit, Culcha Candela haben nach mehrmonatiger Studioarbeit ihre „Schöne neue Welt“ erschaffen! Das vierte Studioalbum der Berliner wurde kräftig promotet, die vorab veröffentlichte Single (ebenfalls „Schöne neue Welt“) und diverse Festival-Auftritte steigerten meine Vorfreude ins fast unermessliche.

Also die CD eingelegt und die Single zum x-ten Mal angehört. Mehr Ironie geht fast nicht, die sieben Berliner huldigen dem goldenen Kalb der Gegenwart. Von Klimawandel über Atomenergie bis Überwachungsstaat ist alles dabei, aber „wozu den Kopf zerbrechen, es kann so einfach sein./Lasst uns einfach mit Computerspielen unsere Zeit vertreiben.“

„Wer mit uns feiert, hat das wichtigste schon kapiert“, beschreibt Mr. Reedoo die andere Seite des neuen Albums. Neben politischen/gesellschaftskritischen Songs („Schöne neue Welt“, „Steh auf“), dominieren auf der Platte Liebeslieder („Siento“, „Manchmal“, „Nobody“ ) und vor allem die pure Lebensfreude („Somma im Kiez“, „Monsta“, „Gimme some“, „I like it“). Das macht Lust auf Party!

Die Tracks Nummer 2 und 3 feiern den „Somma im Kiez“ und erinnern ein bisschen am „Hamma!“. Meine Prognose: „Monsta“ wird, schon allein wegen der phonetischen Ähnlichkeit zur Nummer-1-Single aus dem letzten Album, der nächste Spätsommerhit. Und auch „Gimme some“ haut ordentlich rein, auf Festivals wie auf diversen Parties fordert Culcha Candela von den Fans: „macht euch bereit so muss es sein wir wollen pogen“.

Doch auch die ruhige Musik beherschen die sieben Candeleros weiterhin. Die oben schon erwähnten Liebeslieder haben zwar alle die mehr oder wenige gleiche Aussage (Ich bin für dich da und liebe dich über alles.), doch was soll’s, sie sind alle auf ihre Weise gut!

Darüber hinaus erwähnenswert ist der Track „I like it“. Beginnen tut der mit kubanischen klängen, man fühlt sich fast wie auf der „Rhythms del mundo CD“. Textlich hat man ebenfalls ein Déjà-vu: „Besonderer Tag“ aus dem Vorgänger-Album scheint hier Pate gestanden zu haben.

Fazit: Eine durchaus gelungene Scheibe ist das vierte Studioalbum der Berliner. Ob es auch so erfolgreich ist, wie der Vorgänger, wird sich zeigen, zu wünschen ist es der sympathischen Gruppe um Itchyban und Johnny Strange allemal.

Asher Roth – Asleep in the bread aisle

Posted in Musik, Platten on 27. August 2009 by Basti

asher roth - asleep in the bread aisleSoso, der neue Eminem läuft hier also auf meiner Anlage. Quer durch alle Zeitungen wurde Asher Paul Roth als neues Rap-Wunderkind gepriesen, die Vergleiche zu besagtem Eminem kamen immer wieder auf. Zu hören ist davon meiner Meinung nach aber nicht sehr viel. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden Musikern ist ihre Hautfarbe. Noch nicht mal der Musikstil ist der gleiche. Eminem’s sollte bekannt sein, Asher Roth dagegen klingt eher nach freundlichem R’n’B als nach schmutzigem Rap. Und auch die „Zielgruppe“ ist eine komplett andere. Asher Roth scheint wie gemacht für die studierende Oberschicht – natürlich ohne Ghetto-Hintergrund – wie seine erfolgreiche Debüt-Single „I love College“ zeigt. Hier besingt er das vermeintlich süße Studentenleben mit eindeutigen Worten: „That party last night was awfully crazy I wish we taped it./ I danced my ass off and had this one girl completely naked./ Drink my beer and smoke my weed/ but my good friends is all I need./ Pass out at 3, wake up at 10,/ go out to eat then do it again./ Man, I love college.“

Den ständigen, nicht abreißenden wollenden Vergleichen mit Eminem tritt Roth mit einer kompletten Single entgegen: In „As I Em“ straft er alle Kritiker ab, besteht auf seiner Individualität und sagt genau das, was am Anfang dieses Berichts steht: Unterschiede gibts viel mehr als Gemeinsamkeiten.

Alles in allem ist Roth’s Debüt-Album eine Platte mit wenigen Highlights, so hart das klingt. Die zwei erwähnten Songs sind die einzigen Höhepunkte, die restlichen 10 (!) plätschern so vor sich hin. Für diverse Sommerparties taugt das Album allemal, für mehr reicht es leider nicht.

Billy Talent – III

Posted in Musik, Platten on 25. August 2009 by Basti

coverIn meiner letzten CD-Kritik über das neue BEP-Machwerk war von der Weiterentwicklung einer Band die Rede. Dass es auch fast ohne selbige geht, beweisen Billy Talent auf ihrem neuen Album „III“.

Für dieses Album konnte es eigentlich gar keinen anderen Titel geben, da „III“ genau da anfängt, wo „II“ vor drei Jahren aufgehört hat. Schon der vorab veröffentlichte Song „Turn Your Back“ (in Zusammenarbeit mit Anti-Flag) deutete das an. Die erste Single „Rusted From The Rain“ zeigt jedoch die andere Seite der Medaille bzw. Band: Sänger Benjamin Kowalewicz tut auf dem neuen Album das, was er auf den Vorgängern nur selten tat: Er stellt das Geschrei ein und SINGT.

Der Opener „Devil on my shoulder“ macht gleich klar, das es sich hier um Billy Talent handelt. Meine persönlichen Favoriten aber sind „Tears into Wine“ und das darauf folgende „White Sparrows“. Das erste beginnt mit zarten Gitarrenklängen, legt dann aber ordentlich los. Das zweite ist eine (Halb-)Ballade, die aber zum Ende noch an Tempo und Lautstärke zulegt. Hier merkt man noch am ehesten die Nähe zum Vorgängeralbum: Das Geschrei bleibt zwar auch bei diesem Song aus, nach dran ist Herr Kowalewicz trotzdem. „Diamond on a landmine“ ist ein weiterer Höhepunkt unter den 11 Liedern. Die Kanadier besingen hier das Ende einer Beziehung, genau das richtige Lied bei Liebeskummer. Darüber hinaus wird in den anderen Liedern der Verlust eines geliebten Freundes beklagt, gesellschaftliche Missstände, politisches Desinteresse und Luxusfixiertheit sind weitere Themen in den Songs.

Doch ein negativer Punkt bleibt: Ohne Weiterentwicklung kann es im schnelllebigen Musikbusiness nicht gehen. Das nächste Billy Talent-Album muss also zumindest ansatzweise anders klingendes Material am Start haben.

The time has arrived!

Posted in Bands, Musik, Zeitgeschehen on 24. August 2009 by Basti

Sonic Syndicate präsentieren ihren neuen Sänger!

Nach dem Ausstieg von Roland Johansson Angang 2009 hat die schwedische Band heute laut ihrem Label Nuclear Blast nach tausenden Bewerbungen sowie unzähligen Gesangs-Auditions einen neuen Sänger gefunden: Nathan J. Biggs (geboren 1986) aus Shrewsbury, Großbritannien.

Der erste Eindruck des neben Richard Sjunnesson auftretenden Sängers:

„Etwas Unglaubliches und total Unvorhergesehenes ist hier soeben passiert! Nicht nur, dass ich in einer der aufstrebendsten und vielversprechendsten Band des Universums gelandet bin, ich habe auch gleich noch eine neue Familie gefunden! Die Energie zwischen mir und Sonic ist unglaublich intensiv und lässt uns atemberaubende Songs schreiben! Wir sind bereit, die Welt zu erobern!“

Die Welt erobern, das wollen Sonic Syndicate am 06.11. diesen Jahres, wenn sie mit einer 2 Songs starken EP („Burn This City“, „Rebellion In Nightmareland“) den neuen Sänger ihren Fans vorstellen. Die EP kommt als All-in-one-Package mit dem aktuellen Album unter dem Namen „Rebellion“ mit komplett neuem Cover-Artwork. Im Herbst 2009 starten sie dann eine Tour und für April/Mai 2010 ist ein neues Album geplant.

Und so sieht Sonic Syndicates neuer Shouter, Nathan J. Biggs,  aus:Nathan J. Biggs

Dynamo Dresden – Glubb 0:3

Posted in Fußball, Glubb on 1. August 2009 by Basti

GlubbFünf Chancen. Drei Tore. Der Glubb steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Gegen den Drittligisten Dynamo Dresden hatte der FCN im Endeffekt weniger Mühe als vorher erwartet. Doch danach sah es zunächst nicht aus. Der Glubb begann zu zaghaft und ließ die letzte Entschlossenheit vermissen. Da aber Dresden aus dieser Situation keinen Nutzen zu ziehen wusste, entwickelte sich die Partie ab der 12. Minute zu Gunsten des Glubbs. Das erste Saisontor für den Glubb gelang in eben dieser 12. Minute Peer Kluge: Ein langer Ball von Marek Mintal und die Flanke von Dennis Diekmeier reichten und der Glubb führte 1:0. Dresden konnte bis zu diesem Zeitpunkt nichts Vergleichbares vorweisen, die Sachsen machten nur durch eine Gelbe Karte auf sich aufmerksam. Die 25. Minute präsentierte den nächsten Höhepunkt in einem sonst spannungsarmen Spiel: Ilkay Gündogan, zurecht von Beginn an dabei, hatte schon vorher die Blicke auf sich gelenkt. Seinen (abgefälschten) Schuss konnte der Dresdner Keeper nicht festhalten, Mintal war da und verwandelte in bester Phantom-Manier zum verdienten 2:0. Nach der Pause konnte Albert Bunjaku erst nicht glauben, dass er nicht im Abseits stand und schoss dann, völlig unbedrängt, neben das Tor. Kurz darauf krönte Gündogan sein Debut mit dem 3:0 in der 53. Minute. Dem Treffer voraus gegangen war ein Freistoß mit reichlich Verwirrung im Dresdner Strafraum. Gündogan behielt einen kühlen Kopf, legte sich den Ball von links auf rechts, zielte, schoss und traf!

Das 3:0 und die 53. Minute bedeuteten das faktische Ende der Pokalpartie. Dresden hatte dem Erstligisten aus Nürnberg nichts mehr entgegenzusetzen, ein „Pokalwunder“ war nicht in Sicht und der Glubb verwaltete das Ergebnis. Abgesehen von 2 Nürnberger und einer Dresdner Chance wurde ein zuvor schon ruhiges Spiel noch ruhiger. Pünktlich nach 90 Minuten pfiff der Schiri die Partie ab, Nürnberg steht in der 2. Runde des DFB-Pokals, Dresden kann sich nun wieder voll und ganz auf den Liga-Alltag konzentrieren.

Was bleibt nun am Ende nach 90 Minuten Pokal?

Der Glubb kam durch spielerische Mittel zu Chancen, die Verwertung selbiger lässt allerdings noch immer zu wünschen übrig. Sowohl Eigler als auch Broich hätten dem FCN ein höheres Ergebnis bescheren können. Keiner der Stürmer in der Startformation, weder Eigler noch Bunjaku konnten sich in der Partie empfehlen, sollte Boakye nicht rechtzeitig zum Bundesliga-Spiel fit sein besteht hier der größte Klärungsbedarf für Trainer Oenning. Die Abwehr steht weiter bombensicher, wenn Wolf und Maroh fit sind und bleiben, ist sie definitiv auf Erstliga-Niveau. Das Mittelfeld ist in dieser Saison durch zahlreiche Verstärkungen sowieso überbesetzt, doch Masse macht nicht gleich Klasse. Was die Mannschaft wirklich kann, wird sich in einer Woche zeigen, beim Bundesliga-Auftakt gegen Schalke 04.