Archiv für Februar, 2010

Ist Pyrotechnik ein Verbrechen?

Posted in Fußball on 22. Februar 2010 by Basti

Aus aktuellem Anlass ein Blick ins Nachbarland Österreich: Bis zum Jahresende 2009 war es dort, anders als hierzulande, erlaubt, in der Kurve mit pyrotechnischem Material zu „hantieren“; sprich: Bengalische Feuer, Rauch und dergleichen waren geduldet und von den Fans dementsprechend gern genutzt.

Seit Jahresbeginn 2010 ist alles anders im Alpenland. Denn zum 4. Januar trat dort das überarbeitete Pyrotechnikgesetz in Kraft. Paragraph 39, Absatz 2 verbietet es, „pyrotechnische Gegenstände und Sätze in sachlichem, örtlichem und zeitlichem Zusammenhang mit einer Sportveranstaltung zu besitzen und zu verwenden“. Und Paragraph 9 setzt sogar noch einen oben drauf: Hier wird die Exekutive ermächtigt, nach eigenem Ermessen und ohne gerichtlichen Beschluss Personen, Gebäude und Fahrzeuge zu durchsuchen. Paragraph 50 des Sicherheitspolizeigesetzes erlaubt der Polizei dann folgendes: „Die Polizei ist befugt Gewalt anzuwenden, wenn sie es für richtig erachtet die Verordnungen dadurch umzusetzen.“ Nun möchte ich hier aber weder für noch gegen die Polizei sprechen, sondern die Frage stellen: Ist Pyrotechnik im Stadion gefährlich? Ist Pyrotechnik gar ein Verbrechen?

Eine eindeutige Antwort zu geben, fällt schwer. Auf der einen Seite kann man nicht bestreiten, dass es in der Vergangenheit (auch bei Fußballspielen) immer wieder zu Unfällen im Zusammenhang mit Pyrotechnik gekommen ist. Aber: Um das Gesetz durchzubringen, stützte sich das österreichische Innenministerium auf Fälle, in denen es zu Verletzungen durch die Verwendung von Knallkörpern kam. Diese Knallkörper werden von den Fanszenen des Landes aber ohnehin abgelehnt. Ebenso distanzieren sich sich von Fackelwürfen auf Spielfeld, Laufbahn oder Zuschauerränge und provozierte Spielabbrüche durch Pyrotechnik.

Es geht den österreichischen Fans einzig und allein um die Möglichkeit, in ihrem Block kontrolliert (!) bengalische Fackeln zu zünden. Ebenso ist es den Fans durchaus bewusst, dass Pyrotechnik ein gewisses Gefahrenpotenzial inne hat, jedoch würde ein gewissenhafter und legaler Umgang die Gefahr einer Verletzung auf ein Minimum reduzieren, wenn nicht sogar ganz verhindern.

Ein weiterer Dorn im Auge der aktiven österreichischen Fußballfans ist die Doppelmoral der Medien. Immer wieder werde mit Bildern von „brennenden“ Kurven, die oft mit Stimmung, Emotionen und Atmosphäre assoziiert werden, für Sportveranstaltungen geworben. Gleichzeitig würden diese Bilder durch die Worte von Kommentatoren in die Ecke „Gewalt im Stadion“ geschoben.

Dabei geht es beim Abbrennen von bengalischen Feuern gar nicht um Rivalitäten, Aggressionen oder Gewalt. Es geht um Emotionen, Kreativität und Gänsehautfeeling in der Kurve! Darum die Forderung: „Pyrotechnik – als Ausdruck von Emotionen – darf im Sport nicht verboten oder gemaßregelt und schon gar nicht unter Strafe gestellt werden.“ (Nachzulesen auf www.pyrotechnik-ist-kein-verbrechen.at, eine von Fans gegründete Initiative)

Ich schließe mit einem Zitat, gefunden auf der oben schon erwähnten Website: „Das Licht der Fackeln hat etwas Magisches, fast Unbeschreibliches an sich. Kein anderes Hilfsmittel schafft es, eine Begeisterung auf derart einfache Weise zu steigern und durch nichts anderes lässt sich eine Freude stärker zum Ausdruck bringen.“

Advertisements

Glubb – Bayern 1:1

Posted in Fußball, Glubb on 20. Februar 2010 by Basti

Derbytime! Diesmal in Nürnberg. Nach der 2:1-Hinspiel-Niederlage reisten die Bayern mit der beeindruckenden Serie von 13 Pflichtspielen ohne Niederlage ins Frankenstadion. Und hatten den nächsten Rekord gleich auf dem Fuß: 10 Bundesligaspiele in Folge gewonnen, das hatte bisher nur der VfL Wolfsburg geschafft – einer der wenigen Bundesligarekorde, der nicht in München beheimatet ist. Allerdings waren die Bayern nur noch einen Sieg von der Einstellung dieses Rekordes entfernt.

Der Glubb hatte also die denkbar schlechteste Ausgangsposition nach der unglücklichen und unnötigen Niederlage gegen Gladbach vor Wochenfrist. Die Bayern reisten dagegen mit dem glücklichen (und ebenfalls unnötigen) Heimsieg gegen den AC Florenz aber ohne ihren Zauberer Ribéry an. Der hatte Probleme am Unterschenkel und war erst gar nicht mitgereist nach Nürnberg. Ebenfalls zu Hause geblieben war der vom „Torjäger“ zum Torjäger gewandelte Daniel van Buyten.

Auch auf der Heimseite waren einige Veränderungen zu sehen: Mintal und Eigler blieben draußen; dafür waren Gündogan und Frantz in die Startelf gerückt. Und die machten ihre Sache richtig gut: Mike Frantz brachte die Bayern-Abwehr als hängene Spitze mehrmals in Bedrängnis, Ilkay Gündogan machte dagegen in der 54. Minute auf sich aufmerksam. Doch dazu später mehr.

Zu Beginn gaben nämlich die Gäste aus München den Ton an. Bis auf eine Torchance von Mario Gomez in der 6. und ein abgefälschter Schuss von Arjen Robben in der 29. Minute sprang dabei zwar nichts Zählbares heraus, spielbestimmend und tonangebend waren sie aber auf alle Fälle, die Bayern. Erfreulich trotzdem, dass der zweite Zauberer in Müncher Reihen fast komplett aus dem Spiel genommen wurde. Arjen Robben brachte, bis auf die eben erwähnte Chance, nicht viel zustande. Anders Thomas Müller in der 38. Minute. Nach einer wirklich schönen Kombination über rechts, gezeigt von Mario Gomez und Ivica Olic, verwandelte der Bayern-Younster zum 1:0 unter die Latte. Keine Chance für Raphael Schäfer, der bis zu diesem Zeitpunkt allerdings auch nicht viel zu tun hatte.

Kurz vor der Pause hätte Olic fast noch das 2:0 erzielt, sein Volley-Schuss ging knapp am Tor vorbei.

Nach der Halbzeitpause standen die Bayern auf einmal sogar ohne ihren zweiten Zauberer Robben da – der hatte sich auswechseln lassen, die Aduktoren machten Probleme.

Der Glubb setzte in der zweiten Halbzeit auf Choupo-Moting statt Charisteas. Zu Recht, denn der Grieche blieb diesen Samstag wirkungs- und ideenlos. Dass Hecking ein goldenes Händchen bei der heutigen Aufstellung hatte, zeigte sich in schon erwähnter 54. Minute: Choupo-Moting prüfte Bayern-Keeper Jörg Butt, dieser konnte den Schuss des Glubb-Stürmers nur abprallen lassen und Ilkay Gündogan war zur Stelle. Erst schoss er Philipp Lahm an, der auf der Torline stand, dann gelang ihm jedoch im zweiten Versuch der Ausgleich! 19 Jahre, angehender Abiturient und derjenige, der für das Ende der Bayern-Serie verantwortlich ist! In der 55. Minute hatte er sogar noch den Führungstreffer auf dem Fuß, doch es reichte auch so. Das 1:1 war der Endstand, erstmals seit dem 22. November 2009 mussten die Bayern Punkte abgeben. Mario Gomez testete in der 77. Minute zwar noch einmal Glubb-Keeper Schäfer, mit einem grandiosen Reflex sicherte dieser jedoch dem Glubb den Heimspielpunkt.

M’Gladbach – Glubb 2:1

Posted in Fußball, Glubb on 13. Februar 2010 by Basti

Wenn sich ein Verein in der ersten Halbzeit wie ein Absteiger präsentiert und in Rückstand gerät muss man sich über eine Niederlage nicht wundern oder ärgern. Wenn aber die zweite Halbzeit wesentlich besser ist und das Führungstor des Gegners wegen einer krassen Fehlentscheidung des Schiedsrichters gegeben wird – dann darf man sich ärgern.

So die Kurzzusammenfassung des Spiels des Glubbs bei Mönchengladbach. Die Lange Version geht so:

Mit dem Plan, 3 Punkte mitzunehmen und endlich einmal raus zu kommen, aus dem Abstiegssumpf, fuhr der Glubb nach Gladbach. Bei den Gastgebern lautete der Plan fast genauso, nur mit etwas besseren Vorzeichen: 3 Punkte behalten und sich absetzen vom Abstiegskampf. Dass beide Mannschaften die 3 Punkte gut gebrauchen konnten, davon war in der ersten Hälfte nicht viel zu sehen. Vom Glubb allerdings noch weniger als nichts. Hilflos und uninspiriert präsentierte sich der Glubb, außer ein paar hohen Bällen auf Charisteas gelang nichts. Gladbach war da schon effektiver. Aus einer Torchance machten sie wenigstens ein Tor: In der 27. Minute überwand Marco Reus den sonst wieder einmal besten Nürnberger Raphael Schäfer und passte von der Grundlinie auf Roberto Colautti, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Mehr passierte eigentlich nicht in den ersten 45. Minuten.

Zur zweiten Hälfte schickte Glubb-Trainer Hecking gleich zwei neue aufs Feld, Frantz und Risse kamen für Mintal und Eigler. Und siehe da, es geht doch! Ein völlig veränderter Glubb setzte Gladbach immer wieder zu, bis diese Bemühungen in der 47. Minute von Erfolg gekrönt waren. Marcel Risse (der ja vor gerade einmal 2 Minuten eingewechselt worden war) setzte einen Freistoß so vor das Tor, dass Albert Bunjaku aus 5 Metern nur noch zu schießen brauchte. Dass das der Anfang einer Nürnberger Offensivwelle war, verwunderte zu diesem Zeitpunkt wohl jeden im Stadion.

Dass es nach rund 30 Minuten wieder zur Führung für die Gastgeber reichte, auch. Hatte Schäfer seine Mannschaft vorher noch mit Glanzparaden im Spiel gehalten, war er beim Abstauber von Rob Friend machtlos. Die Gästefans protestierten auf Foul, Schäfer ebenfalls, der Schiri entschied auf Tor. Was war passiert? Den 25-Meter-Knaller von Arango konnte Schäfer noch abwehren, lag danach aber am Boden, da er von Borussen-Stürmer Matmour ziemlich unsanft auf denselben befördert worden war. Und das im Fünf-Meter-Raum, wo eigentlich der Torwart die Lufthoheit hat. Matmour sprang trotzdem regelrecht in Schäfer hinein – ohne die kleinste Chance auf einen Ballgewinn. Schiri Meyer ließ aber weiterspielen, ebenso wir zuvor bei einer Szene im Strafraum der Gladbacher: Charisteas wurde von Dante elfmeterreif gefoult, der Pfiff blieb aus.

Es bleiben zwei Schlussfolgerungen: Betrachtet man nur die erste Halbzeit, geht die Niederlage in Ordnung, so darf ein Erstligist nicht auftreten. Zieht man die zweite Halbzeit hinzu, wäre zumindest ein Unentschieden gerecht gewesen, noch dazu, wenn man die Schiedsrichter-Entscheidungen beachtet: Schon in Frankfurt, Mainz und gegen Bremen sorgten diverse Fehlentscheidungen dafür, dass der Glubb am Ende mit leeren Händen da stand. Ohne Punkte, die vielleicht am Saisonende noch wichtig sein könnten.

Gut so! No pasarán!!!

Posted in Nazis raus! on 13. Februar 2010 by Basti

Dresden im Dritten Reich: ein Hort der Harmonie und der Menschlichkeit – jäh unterbrochen durch „angloamerikanische Terrorflieger“. Seit 2000 marschieren jedes Jahr Alt- und Neonazis durch die Stadt an der Elbe – immer am 13. Januar, dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg. Von wegen Trauer um deutsche Opfer oder Anklage des amerikanischen Militarismus; hier gehts um Geschichtsverdrehung, nichts weiter!

Aber nicht mit uns! No pasarán! ist auch diesmal das Motto, Massenblockaden sind geplant, um dem mittlerweile größten regelmäßig stattfindenen Naziaufmarsch in Deutschland entgegenzutreten! Ziviler Ungehorsam für eine gute Sache muss erlaubt sein! Darum: Werdet aktiv, blockiert Dresden und stellt euch quer! Wenn sich kein Gericht dazu durchringen kann, den Nazis den weg zu versperren, dann wir!!!

Um 10:30 Uhr gibt es bereits drei Blockaden in der Dresdner Neustadt: Albertplatz, Hansastraße/Ecke Großenhainer Str. und Hansastraße/Ecke Eisenbahnstraße. Zu Demonstrationen und Blockaden werden mehr als 10.000 Menschen erwartet. Um 11:00 Uhr sind auch einige Gleise am Hauptbahnhof besetzt. Um 11:30 Uhr gibt es bereits vier Blockaden in der Dresdner Neustadt! Immer mehr Menschen kommen! Um 11:45 Uhr ist es geschafft: Dresden ist dicht, alle wichtigen Plätze sind blockiert! NO PASARÁN!!! Um 12:00 Uhr wachsen die Massenblockaden in der Neustadt immer weiter an. Um 13:00 Uhr sind insgesamt 10.000 Menschen auf der Straße!

Stay tuned, Dresden!

Für mehr Infos: Twitter und „Bündnis Dresden Nazifrei!“

HIM – Screamworks: Love In Theory And Practice, Chapters 1-13

Posted in Musik, Platten on 12. Februar 2010 by Basti

Mit einem fast unaussprechbar langen Album melden sich die Finnen um Frontmann Ville Valo rechtzeitig zum Valentinstag zurück. Das mittlerweile siebte Studioalbum ist das erste, das außerhalb des zweijährigen Veröffentlichungszyklus erscheint. Ganze 3 Jahre mussten die Fans diesmal warten, aber ich kann sagen: Das Warten hat sich gelohnt!

Der Vorgänger „Venus Doom“, das meiner Meinung nach beste HIM-Album, bot viel Neues im Vergleich zum Vorgänger „Dark Light“, der eher sanft ausgefallen war. Im 2007er-Album traten die „schwulen Keyboars“, wie Valo sie bezeichnet in den Hintergrund – im neuen Werk (der Einfachkeit halber „Screamworks“ genannt) sind sie wieder voll da. Warum?

„Damals haben wir viel My Dying Bride, Cathedral, Anathema oder auch Paradise Lost gehört. Und diese Bands haben uns bei ‚Venus Doom‘ extrem beeinflusst. […] Wir hatten keine Lust auf ‚Venus Doom 2‘. […] Ich hoffe und denke, unseren Fans ist das nur recht. Warum sollten sie die gleiche Platte noch einmal wollen? Ich liebe es, wenn mich meine Lieblingskünstler mit jedem Album aufs Neue überraschen. Acts wie Led Zeppelin, David Bowie, Niel Young usw. waren immer sie selbst und dennoch unberechenbar. Das ist ein Status, den ich mit HIM ebenfalls anstrebe.“

Aha. Und ich muss ihm Recht geben: „Screamworks“ überrascht an der einen oder anderen Stelle und doch erkennt man gleich am ersten Lied, welche Band denn da grad läuft. Der Opener „In Vine Veritas“ bietet den unverwechselbaren HIM-Sound mit rockigen Parts genauso wie mit melodiösen Abschnitten. In die gleiche Kerbe schlägt „Scared To Death“, bevor die erste Single „Heartkiller“ andere Töne anschlägt: Das Intro ist sehr poppig und 80er-Jahre-Synthiepop-mäßig geraten. Das stört ein wenig, hält aber zum Glück nicht an, im Gegenteil, es entwickelt sich ein flotter, richtig guter Rocksong. Im (zugegebenermaßen etwas dürftig ausgefallenen) Booklet kann man dann auch nachlesen, dass „Heartkiller“ mit 154 bpm aus den Boxen schallt. Eins der schnelleren Lieder auf der Platte. „Dying Song“, Track Nummer 4, beginnt ruhig, entwickelt sich jedoch mehr und mehr und nimmt schließlich das gleiche Tempo wie die Single an.

Das folgende „Disarm Me (With Your Loneliness)“, das schon 2002 geschrieben wurde, lässt schon am Titel vermuten, in welche Richtung es geht. Und richtig, den Hörer erwartet ein schmachtender Ville Valo. Die weiblichen Fans dürfte es entzücken…

Das folgende „Love, The Hardest Way“ schlägt dann in die gleiche Kerbe, wie zuvor „Heartkiller“. Nicht zu Unrecht wurden u.a. diese beiden Lieder bei einem Festival im letzten Jahr vorab präsentiert: Electropop-Intro und anschließend flotte 153 bpm. Ungewöhnlich für HIM, aber gut, den Anspruch Valos habe ich ja bereits oben zitiert.

Einfach großartig und schlicht gelungen ist „Katherine Wheel“. HIM ohne Schnörkel, ohne Experimente, ohne altbacken zu wirken. Rockige Gitarrensounds untermalen Valos sanfte Stimme perfekt, die uns eine Geschichte von der Liebe und ihrer dunklen Kehrseite erzählt.

„In The Arms Of Rain“ überrascht beim ersten Hören gewaltig: Das bisher längste Electropop-Intro zieht sich bis ins Lied hinein, ein „Düp, Düp, Düp, Düp, Düp, Düp,…“ ist immer wieder im Refrain zu hören, passt aber erstaunlicherweise wie die Faust aufs Auge. Á propos Faust aufs Auge: „Ode To Solitude“ kickt Arsch (oder eben Auge), anders kann man es nicht ausdrücken. Den bedrohlichen Beginn assoziiert man automatisch mit „Venus Doom“; während des Songs wird es zwar etwas weniger düster, dafür nicht weniger Metal-Lastig. Nebenbei gesagt auch der schnellste Track des gesamten Albums (176 bpm). Es geht weiter mit der Metal-lastigen Seite von „Screamworks“. „Shatter me with hope“, der folgende Song, ist mit 163 bpm ebenfalls sehr schnell und macht genausoviel Spaß. Auch wenn hier schon wieder der Electropop rauszuhören ist.

Back to the roots führt uns anschließend „Acoustic Funeral (For Love In Limbo)“. Wie schon bei „Katherine Wheel“ weiß man sofort, warum man HIM so gerne gehört hat, hört und hören wird.

„Like Saint Valentine“ geht mit 136 bpm wieder zurück in die Metal-Ecke, diesmal konsequenter, inklusive schnellen Drums und ein bisschen Gegrowle und Geschrei.

Beschließen tut das neue Album „The Foreboding Sense Of Impending Happiness“. Ein etwas seltsamer, ziemlich bass-lastiger und echt bedrohlich wirkender Beginn setzt sich das ganze Lied fort und hinterlässt den Hörer mit einigen Zweifeln zurück.

Kommt da noch was? Vielleicht ein hidden track? Oder ein zweiter Teil mit den „Chapters 14-26“? Oder wars das? Die Frage bleibt unbeantwortet, nicht aber diese: Ist die neue Platte von HIM gelungen?

Meiner Meinung nach definitiv ja. Nicht nur weil ich Fan der Finnen bin würde ich dem Album alle vorhandenen Sterne geben. „Venus Doom“ hat also seinen Spitzenplatz gerade an „Screamworks“ verloren. Viel Neues, trotzdem dem eigenen Stil treu bleiben, das ist und bleibt die Stärke von HIM.

Glubb – Stuttgart 1:2

Posted in Fußball, Glubb on 7. Februar 2010 by Basti

Gut gespielt und wieder nichts geholt. Dabei stimmte dieses Wochenende sogar die Ausgangsposition: Berlin, Hannover und Freiburg, die direkten Konkurrenten, hatten Punkte liegen gelassen, bei den Spielen am Nachmittag, sodass der Glubb im „Topspiel“ am Abend eigentlich nur einen Dreier einfahren musste. Nur…

Daraus geworden ist nichts, die drei Punkte nahmen die Stuttgarter mit und dem Glubb bleibt nach einem Spiel wieder nur die Erkentnis, dass man gut mitgehalten, stark gespielt und gut ausgesehen habe. Kaufen kann man sich davon im Abstiegskampf leider nichts, da zählen einzig und allein die Punkte.

Zu Spielbeginn sah es auch streckenweise so aus, als sei der Glubb heiß auf den ersten Heimsieg seit Mitte Oktober und den zweiten Sieg in Folge. Dass die angereisten Stuttgarter als Favorit in die Begegnung gingen, ließen sich Mannschaft und Fans nicht anmerken. Von einer fantastischen Unterstützung aus dem neuen, jetzt bei den Fans angekommenen Stimmungsblock gepusht, hielt der Glubb gut dagegen, konnte aber den frühen Rückstand in der 22. Minute nicht verhindern. Im ZDF-Sportstudio am Abend zeigte die „3D-Analyse“, wie einfach Stuttgart zum Torerfolg kam: Der über links kommende Khedira passte in die Mitte, Pogrebnyak ließ durch und so hatte Timo Gebhard auf der rechten Seite allen Platz und alle Zeit der Welt, um einfach mal volle Lotte drauf zu hauen. Unhaltbar für Schäfer.

Egal. Aufstehen, Mund abputzen, weiter gehts. Keineswegs geschockt durch den Rückstand erarbeitete sich jetzt auch der Glubb einige Torchancen. Bunjaku und Wolf scheiterten an der Abwehr, am Torwart oder an der eigenen Entschlossenheit. Deshalb blieb es bis zur Pause beim 0:1.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Tempo hoch, es entwickelte sich ein spannendes Fußballspiel mit Chancen auf beiden Seiten. Schäfer hielt den Glubb mit starken Paraden im Spiel, Albert Bunjaku tat seinen Teil dazu. Nach einer Stunde wurde er von Charisteas auf die Reise gschickt, kam über links, umkurvte auf dem Weg zum Tor noch einen Verteidiger an der Strafraumgrenze und verwandelte, eiskalt wie immer, zum Ausgleich.

Wer jetzt annimmt, dass beide Mannschaften das auf Ergebnis halten aus waren, der irrt sich gewaltig. Die schon mitreißende Partie nahm noch einmal Fahrt auf und der Glubb beeindruckte mit in dieser Saison erst ein-/zweimal gesehenem Powerplay. Eigler und Bunjaku auf der einen, Pogrebnyak auf der anderen Seite vergaben jeweils große Chancen. Beide Mannschaften waren dem Sieg denkbar nahe, selbst der Glubb.

Dass am Ende doch der VfB gewann, dafür sorgte Roberto Hilbert in der 87. Minute: Nach einem Konter sahen die Fans eine Kopie von Tor 1, nur spiegelverkehrt auf der anderen Seite. Das tat weh.

Gut gespielt und wieder nichts geholt, der Glubb bleibt auf Tabellenplatz 17, leichter wird es in den kommenden Wochen nicht, es folgen Auswärtsspiele in Mönchengladbach und Bochum, sowie Heimspiele gegen die Bayern und Leverkusen. Ob der Glubb in diesen Spielen auf Raphael Schäfer zurückgreifen kann, ist noch fraglich, der Keeper musste in der 90. Minute mit einer Fleischwunde vom Platz.

Worauf ich mich 2010 freue – Teil V: Und sonst so…

Posted in Worauf ich mich 2010 freue on 5. Februar 2010 by Basti

„Alles neu“ heißt es im Jahr 2010.

Nicht nur in der Musik, im Filmbiz oder im Sport ändert sich einiges in diesem Jahr. Auch bei mir bedeutet ein Jahreswechsel einen (zumindest teilweisen) Neuanfang. Deshalb möchte ich meine kleine Serie heute mit dem schon angekündigten Tapetenwechsel abschließen. Wie schon bemerkt worden sein sollte, ist das Titelbild neu, aus:

wird ab sofort:

Doch das ist noch nicht alles.

Die Kategorie „Fotos“ mit eigener Galerie-Funktion ist in Arbeit und fast fertig, sobald ich vorzeigbare Fotos habe, werden sie online gestellt. Spätestens im Sommer, nachdem ich aus Island zurückkomme, wird das der Fall sein. Ich hoffe aber, dass ich mein Können hinter der Kamera schon vorher unter Beweis stellen kann!

Außerdem möchte ich noch ein bisschen Werbung machen, für ein anderes Projekt, das ich am laufen habe: Es geht um politische Satire. Ich stecke gerade mit einem Kommilitonen in den Vorbereitungen für eine mehrmals monatlich erscheinende YouTube-Serie. Drehen wird sie sich um Nordkorea, den Inhalt stellen teils frei erfundene, teils reale Meldungen aus dem politisch völlig isolierten Land dar, allerdings von der amüsanten Seite aus beleuchtet. Eines allerdings schon mal im Voraus: Es sollte sich niemand auf den Schlips getreten fühlen, das ganze ist Satire, wir wollen nichts verharmlosen geschweige denn positivieren, sind aber der Meinung, dass man nicht immer alles nur von der ernsten Seite aus sehen darf. Es wird sicherlich noch etwas dauern, bis wir mit der ersten Folge an den Start gehen können, schon allein, weil wir gerade mitten im Klausurstress stecken, ich werde aber hier zu gegebener Zeit noch einmal darauf hinweisen und – ganz wichtig für die Faulen – die entsprechenden Videos hier mindestens verlinken.

Und damit bin ich auch schon am Ende meiner Serie angelangt, was sonst noch folgt in 2010 – lasst euch überraschen!