Archiv für Mai, 2010

Lena, Lena, Lenaaaaa!

Posted in Musik, Zeitgeschehen on 30. Mai 2010 by Basti

246 Punkte – am Ende wars dann doch recht deutlich. Ich lag mit meiner Prognose daneben und die englischen Buchmacher haben richtig getippt. Lena Meyer-Landrut gewinnt den Eurovision Song Contest und STefan Raab darf nächstes Jahr „Unsern Star für Berlin“ suchen.

Mit 76 Punkten Vorsprung auf die zweitplatzierte Türkei konnte Lena gestern Abend fast ganz Europa überzeugen: Von 39 Ländern, die Punkte zu vergeben hatten, bekam sie von 9 Ländern die Höchstpunktzahl. Nur 5 Länder gaben deutschland keine Punkte.

Das Interessante am diesjährigen Eurovision Song Contest: Die neben Lena als Favoritin gehandelte Safura aus Aserbaidschan kam nur auf einen für sie sicherlich enttäuschenden 5. Platz. Ebenso erging es den Franzosen. Der 12. Platz zeigt, dass „Allez! Ola! Olé!“ kein ESC- aber wahrscheinlich ein Sommer-Hit werden wird. Dagegen konnten die Türkei, Rumänien (Platz 3) und Dänemark (Platz 4) ordentlich punkten.

Nachdem alles überstanden war, konnte Lena erst mal ein „Ähhh…Hi…“ ins Mikrofon stammeln, mit der Deutschland-Fahne in der Hand noch einmal ihren Siegertitel singen und anschließend auf der Pressekonferenz mit Stefan Raab eine Sektdusche veranstalten.

Wollen wir hoffen, dass sie trotz allem Rummel und der sicherlich anstrengenden kommenden Tage/Wochen ihre natürliche Art beibehält und uns weiterhin mit netter Musik unterhält!

Was schafft Lena heute in Oslo?

Posted in Musik, Zeitgeschehen on 29. Mai 2010 by Basti

Das lange Warten hat ein Ende, heute Abend darf/muss Lena zeigen, was sie drauf hat. Eine Chance hat sie, das Publikum vor den europäischen Fernsehern zu überzeugen, dass Satellite, dass sie, dass Deutschland den Eurovision Song Contest 2010 gewinnen muss.

Ginge es nach dem deutschen Publikum, könnte die ARD schon mal mit Stefan Raab für die Show „Unser Star für Berlin“ planen. Aber andere Länder dürfen ja auch noch ein Wörtchen mitreden. Die Engländer – zumindest deren Buchmacher – sehen Lena unter den Favoriten und als ernste Anwärterin auf den Titel. Da englische Buchmacher mit ihren Tipps meistens richtig, oder mindestens nah dran liegen, macht die Bewertung noch ein bisschen brisanter. Auch die Norweger haben die Deutsche auf der Rechnung. Alexander Rybak (der Vorjahresgewinner) und Didrik Solli-Tangen (der diesjährige Teilnehmer) versuchten sich im Vorfeld gar mit absurden Aktionen zu übertreffen, wer denn nun das schönste Geschenk im Falle eines deutschen Sieges habe. Solli-Tangen wollte mit selbst gebackenem Kuchen punkten, Rybak mit einer Kuh (!).

Absurd mutet auch die Diskussion auf YouTube an, die unter diversen Videos geführt wird. Lena – als Siegerin? Sie sei ja ganz nett, der Song sei ja ganz toll. Aber erstens müsse man schon aus Gründen der Gleichberechtigung auf eine Wahl zugunsten der „Big 4“ (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien) verzichten und zweitens könne man doch die Deutschen prinzipiell nicht wählen… Die mit ihrer Nazi-Vergangenheit…

Es artet also alles ein bisschen aus, sowohl in Europa, als auch in Deutschland selbst. Lena-Manie, wo man hinblickt: Eine Woche „TV Total Oslo Spezial“ live aus der norwegischen Hauptstadt. Berichte über Lena. Berichte mit Lena. Berichte über den Eurovision Song Contest. Letztes Jahr, ich erinnere mich noch, ging das ganze Gesinge den Deutschen eher am Allerwertesten vorbei. Man nahm zur Kenntnis, dass ein unbekanntes Duo mit einer bekannten Stripperin für Deutschland am Start sein würde, man nahm zur Kenntnis, dass ein Geige spielender Harry-Potter-Verschnitt als Favorit gehandelt wird. Man nahm am Ende zur Kenntnis, dass Harry Potter gewonnen und nackte Haut verloren hatte. Dieses Jahr ist alles anders: Lena gilt als Favoritin. Neben der Interpretin aus Aserbaidschan sollte etwas drin sein, für die deutsche Teilnehmerin. Und das glauben nicht nur die englischen Buchmacher.

Ich persönlich wage mich mal an diese Prognose: Lena kommt weit, gewinnt aber nicht. Sie kommt weit, weil sie die Gabe hat, das Publikum mitzureißen. Außerdem ist ihr Titel dreifach Gold und einfach Platin ausgezeichnet. Sie gewinnt aber nicht, weil „Satellite“ kein Song ist, der beim ersten Hören im Ohr bleibt und dann wahre Begeisterungsstürme auslöst. Ich selbst musste ihn mir mehrmals anhören, um ihn gut zu finden. Die gerade erwähnten Auszeichnungen gelten darüber hinaus nur für Deutschland, in Europa ist das Lied nicht ganz so beliebt. Ein Platz in den Top Ten ist aber auf jeden Fall machbar. Und das wäre schon um einiges besser als die letzten paar Auftritte von deutschen Teilnehmern.

Aber wer gewinnt denn dann? Sollte Aserbaidschan am Ende oben stehen, wäre es ganz im Sinne des ESC: Eine Ballade, leicht verdaulicher Pop. Frankreich kommt meiner Meinung nach auch weit, ihr später während der WM zweitverwerteter Song „Allez! Ola, Olé!“ taugt für gute Laune und Party. Die Türkei gefällt mir ebenfalls sehr gut, der Sound erinnert ein wenig an Muse. Belgien hat Milow dabei – zumindest klingt der Teilnehmer so. Wir werden sehen, welche Prognose sich heute Abend erfüllen wird – auf einen schönen friedlichen Eurovision Song Contest 2010!

Roland Koch geht. Es bleibt die Frage nach dem „Warum?“

Posted in Politik, Zeitgeschehen on 25. Mai 2010 by Basti

Seit heute früh ist es offiziell: Hessens Ministerpräsident Roland Koch wird bis Ende 2010 alle seine politischen Ämter abgeben. Mitglied des hessischen Landtags: nicht mehr. Ministerpräsidentenamt: weg. Parteivorsitzender der CDU in Hessen: soll jemand anderes machen. Parteivize im Bund: Wiederwahl ausgeschlossen. Auf einer Pressekonferenz gab Koch gerade eben (12:30 Uhr) bekannt, dass er schon in drei Wochen, beim Parteitag der Hessen-CDU nicht mehr zum Landesvorsitzenden gewählt werden möchte. Zwischen Juni und November sind dann die anderen Ämter dran. Eine der polarisierendsten Gestalten der deutschen Politik geht also – es bleiben Fragen über Fragen.

Wohin? Nach eigenen Angaben zieht es Koch in die Wirtschaft. Er habe vor kurzem eine eigene Anwaltskanzlei gegründet, dieser Aufgabe möchte er sich nun stellen.

Wer folgt? Die Spekulationen laufen seit Bekanntwerden des Rücktritts auf Hochtouren, angeblich soll Volker Bouffier die Nachfolge als hessischer Regierungschef übernehmen. Wer die anderen Ämter besetzen wird, ließ Koch offen, heute Abend soll ein Gespräch mit den Fraktionsspitzen Klarheit verschaffen.

Die wohl spannendste Frage ließ Koch allerdings unbeantwortet: Warum? Sein Gesundheitszustand habe „zum Glück“ (Koch) nicht den Ausschlag gegeben – und selbst wenn, hätte er sich nach seinem Rücktritt in Behandlung gegeben und würde keine Anwaltskanzlei fürhen. Auch die parteiinterne Kritik der letzten Wochen kann nicht der Grund für seinen Abgang gewesen sein. In den 11 Jahren seiner Regierungszeit in Hessen hat Koch immer wieder politische Krisen verursacht – und überstanden. Seine „Kinder-statt-Inder“-Kampagne, das Bekanntwerden der CDU-Spendenaffäre: Nur zwei Beispiele, die für Koch kein Anlass zum Rücktritt waren. Und noch etwas: Die von ihm angeführte Erklärung, er habe sein Ziel, in Hessen eine langfristige, bürgerliche Regierungsmehrheit zu schaffen, erreicht, ist lächerlich. Koch ist viel zu sehr ein Machtmensch, als dass er diese jetzt aus den Händen geben würde.

Als Fazit bleibt mir zu sagen: Es ist gut, dass Koch, eine der machtgierigsten und populistischsten Figuren die politische Bühne verlässt.

Die Festival-Saison 2010 ist eröffnet!

Posted in Musik on 24. Mai 2010 by Basti

Den Anfang machte das „Open Air am Berg bei Eichstätt“, ein kleines aber feines Reggae/Ska-Festival. Dieses Jahr fand das Open Air am 21. und 22. Mai statt, ich war mit meinem Bruder und einer Freundin dabei.

Den Ausschlag für die Reise ins Altmühltal gab von Anfang an die Band „Mono & Nikitaman“, sie spielen eine Mischung aus Reggae und Dancehall immer wieder mit politischen Themen. Doch auch die Heidelberger Jungs von „Irie Révoltés“ und die Münchner „Jamaram“ wollten wir uns nicht entgehen lassen. Die ersten spielen vorweigend Ska, um ein vielfaches politischer als Mono & Nikitaman, die zweiten machen astreinen Reggae.

Und so machten wir uns am Freitag nachmittag – nach dem Einkaufen und dem Auto Vollpacken – auf, in das ca. eine Stunde entfernte Eichstätt. Dort angekommen wurde zuallererst das Zelt aufgestellt und anschließend der Platz erkundet. Das Ergebnis: Ein Festivalgelände, wie man es sich wünscht, mit Wiese zum Zelten, Rindenmulch vor der Bühne zum Schuhe Verdrecken und Matsch zum Durchlaufen… :-)

Dass das Open Air am Berg aber kein reines Reggae/Ska-Festival ist, konnten wir gleich bei unserer ersten „Besichtigung“ des Konzertgeländes hören: „Kreator“ spielten zu dieser Zeit auf, und die Metaler unter den Lesern werden wissen, was die Band aus Essen macht: Trash Metal, laut und brachial. Zusammen mit „Tyr“ und „Equilibrium“ stellten Kreator die Metal-Fraktion auf dem Open Air am Berg. Die Ska-Gemeinde war dennoch mit einer größeren Anzahl an Bands vertreten. Dass die Auftritte nicht strikt nach Genre getrennt waren, sorgte dafür, dass sich auch mal der eine oder andere Metalhead zu Ska bewegte, oder ein paar „Hippies“ (Nicht böse sein, liebe Jamaram-Fans, aber die Bezeichnung passt einfach…) kräftig zur Double-Bass bangten.

Doch zurück zu unserer kleinen Festival-Zeltgemeinschaft: Die schon erwähnten Irie Révoltés bildeten den Höhepunkt am Freitag Abend. Als sie um 23:15 Uhr die Bühne betraten, kannte das Publikum kein Halten mehr, es wurde getanzt, was die Beine hergaben. Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit, es blieb zumindest trocken. Als um halb 2 „Trashtucada“ die Bühne betraten, konnten die (leider wenigen) Zuschauer noch einmal kräftig abtanzen. Zwar könnte ich den Stil der Band – Ska-Punk – niemals in meiner Freizeit hören, auf Festivlas gehts dafür mächtig ab. Ska ist ohnehin ein Stil, voller Energie und Spaß – Ska-Punk steht dem in nichts nach. Als um kurz vor 3 die letzte Zugabe verklungen war, waren zwar die Konzerte zu Ende, nicht jedoch die Feierfreude. Es wurde – wie es sich auf Festivals gehört – viel gefeiert und wenig geschlafen.

Der zweite Tag in Eichstätt sollte der guten Stimmung noch eins draufsetzen: Wir erwachten nach einer kurzen Nacht mit prallem Sonnenschein! Die Konsequenz: Spaß, gute Laune, Sonnenbrand. (Denn warum Sonnencreme einpacken, wenn der Mai eher ein November ist?)

Aufgrund der kurzen Nacht ließen wir den Tag bei ein paar Bier ruhig angehen und machten uns gegen Mittag auf den Weg zur Bühne. Die Indie-Band „Kid Galahad“ bekamen wir am Rande mit, bei den Hip-Hoppern von der „JOC Crew“ verließen wir das Konzertgelände wieder, um uns vor dem Zelt bei ein paar Bier und viel Sonne zu entspannen. Rechtzeitig zu Jamaram waren wir aber wieder zurück. Wir erlebten Reggae in seiner schönsten Form: Sommerliche Temperaturen, eine trotz eweig dauerndem Soundcheck und anfänglichen Mikrofonproblemen grandios aufspielende Band und die ein tolles Licht zaubernde, tief stehende Sonne machten mein bisher drittes Festival zu meinem bisher besten.

Den anschließenden Auftritt von Equilibrium nutzen wir zur Nahrungs- und Bieraufnahme, ehe wir uns um 21:15 Uhr einfanden, um Mono & Nikitaman zu lauschen, die mit altem und neuem (!) Material überzeugten – wann Album Nummer vier erscheint, ist aber noch unklar. Die folgenden Ska-Punker „The Locos“ nahmen wir noch mit, waren danach aber zu erschöpft, um noch eine Band durchzustehen. Und so verkürzten wir den Konzert-Teil und verlängerten dafür den Chill-Teil vor dem Zelt, in der ersten warmen Festival-Nacht 2010!

Mein Fazit: Ein kleines, dafür umso schöneres Festival. Hinterlassen hat es in mir die Vorfreude auf „Rock im Park 2010“, „RhEINKULTUR 2010“ und „Open Air am Berg bei Eichsätt 2011“. Und vielleicht entschließe ich mich ja kurzfristig noch zu weiteren Festivals im hoffentlich geilen Sommer 2010. Denn: Life is music – play it louder!

Glubb – Augsburg 1:0

Posted in Fußball, Glubb on 15. Mai 2010 by Basti

Zwischen den Ligen – Teil I

Der Glubb hat mal wieder die Möglichkeit, mit zwei Spielen, mit 180 Minuten plus x eine ganze Saison zu retten, oder das Frankenland in tiefe Depressionen zu stürzen. Die erste Möglichkeit nutze der Glubb am späten Donnerstag Abend und machte mit dem 1:0-Sieg gegen Augsburg einen großen Schritt in Richtung Saisonrettung.

Wie schon gegen Köln entschied ein später Treffer das Spiel, nur war diesmal alles anders als am Samstag: Kein abwartender Beginn, keine harmlosen Gegner, kein Bälle-hin-und-her-Geschiebe im Mittelfeld. Stattdessen leidenschaftlich kämpfende Nürnberger, die zu keiner Sekunde den Eindruck hinterließen, nicht an sich und die Mannschaft zu glauben. Noch vor dem Spiel waren alle Verantwortlichen darum bemüht, ein Duell auf Augenhöhe herbeizureden. Am Abend sah man davon nicht mehr viel. Der Glubb beherrschte das Spiel, in dem die Gäste aus Augsburg nur mit Kontern gefährlich vor dem Tor auftauchten – und im Abschluss versagten.

Dass die Glubb-Fans trotzdem bis zur 84. Minute auf den erlösenden Treffer warten mussten, lag an der mindestens genauso kläglichen Chancenverwertung der Glubb-Offensive: Bunjaku scheiterte in der 25., 36. und in der 66. (mit einem Elfmeter!) an FCA-Keeper Simon Jentzsch. Gündogan (28.), Wolf (57.), Eigler (69.) und Choupo-Moting (82.) vergaben weitere Chancen. Christian Eigler – von der BILD schon zum „Mr. Relegation“ gekürt – machte in der 84. Minute, das, wofür Bunjaku, Choupo-Moting und Güdogan eigentlich auch zuständig sind: Er erzielte nach einem tollen Freistoß von Risse mit dem Kopf das 1:0.

Und so durften 37.000 Glubb-Fans nach 90 Minuten Relegation doch noch jubeln. Über den verdienten Sieg, der sich vor allem ab der zweiten Halbzeit abzeichnete. Waren die Augsburger im ersten Durchgang wenigstens noch ab und an in die Nähe des Nürnberger Strafraums gekommen, konnten sie in Hälfte zwei nichts mehr ausrichten.

Wehrmutstropfen bleiben trotzdem: Der Sieg hätte höher ausfallen können – und müssen. Gegen eine defensiv aufgestellte Mannschaft (und nichts anderes waren die Augsburger über weite Strecken des Spiels) muss man auch mit 1-2 Chancen ein Tor machen. Und nicht mit 8! Pinola ist außerdem im Rückspiel gesperrt, nach einer kleinen Tätlichkeit gegen Augsburgs Michael Thurk sah er seine 10. gelbe Karte in dieser Saison.

Und so muss der Glubb am Sonntag ohne den wahrscheinlich besten Spieler auskommen. Für Pinola rückt Pascal Bieler in die Startelf. Ob zu dieser auch Ilkay Gündogan gehören wird, steht noch nicht fest, der junge Deutsch-Türke musste mit einer Sprunggelenksverletzung das Feld verlassen.

Aber ob mit oder ohne Gündogan hat der Glubb am Sonntag zum letzten Mal die Möglichkeit, eine ganze Saison zu retten, oder das Frankenland in tiefe Depressionen zu stürzen.

Glubb – Köln 1:0

Posted in Fußball, Glubb on 9. Mai 2010 by Basti

Freuen oder Ärgern? Das war bei mir – und vermutlich bei vielen anderen Glubb-Fans – die erste Reaktion nach dem Spiel gegen den FC Köln. Freuen über schönes Wetter, über einen Sieg des Glubbs, über den vorläufigen Nichtabstieg. Ärgern über ein besonders in der zweiten Halbzeit langweiliges Spiel, über Hannover 96, über den VfL Bochum, über die Relegation.

Natürlich hat der Glubb mit einem Sieg seinen Teil dazu beigetragen, nicht auf den 17. Tabellenplatz abzurutschen. Aber noch nie war ein Sieg so nutzlos, wie der 1:0-Erfolg gegen Köln. Da Hannover tatsächlich das Kunststück fertig brachte, schon zur Pause mit 3:0 gegen Bochum zu führen, stand schon zur Halbzeitpause fast sicher fest, dass der Glubb in die Relegation gegen den FC Augsburg muss. Und so verwandelte sich das Abstiegsendspiel in einen müden Kick. Köln war mit einem 0:0 anscheinend zufrieden (warum auch nicht?), aber auch der Glubb schien sich damit abgefunden zu haben, noch einmal 180 Minuten zwischen den Ligen zu spielen.

Die erste Halbzeit war da ganz anders: Mit einer starken Nordkurve im Rücken spielte der Glubb munter drauf los, Wolf (5.) und Maroh (25.) hatten jeweils Pech, als sie nur die Latte trafen oder fälschlicherweise auf Abseits entschieden wurde. Außer den beiden Chancen lieferten sich die beiden Mannschaften viele Zweikämpfe und spielten eine ansehnliche, kurzweilige Halbzeit.

Nach der frühen Entscheidung in Bochum entschlossen sich beide Teams jedoch dazu, sich die Bälle zuzuschieben. Selbst das späte Siegtor von Andreas Ottl (88.) war alles andere als ein spannender Treffer: Ein Freistoß des Glubbs musste wiederholt werden, da Maniche zu früh aus der Mauer ausgebrochen war. Schuss Ottl, Tor.

Fazit: Ein nutzloses Spiel, ein nutzloses Tor, ein nutzloser Sieg. Am Donnerstag und am Sonntag wird sich das ändern, dann zählt jedes Spiel, jedes Tor und jeder Sieg.

Revolution Baby!

Posted in Musik on 7. Mai 2010 by Basti

Sonic Syndicate haben sich verändert.

Ob zum Guten oder zum Schlechten, das lässt sich noch nicht sagen, nach aktuell 3 veröffentlichten Songs. Fest steht aber, dass die neue Single „Revolution Baby“ definitiv anders klingt, als alles bisher erschienenes von den Schweden. Grundsätzlich ist das nichts schlechtes, Sonic Syndicate klangen schon auf „Only Inhuman“ anders als auf dem Vorgänger „Eden Fire“. Dass „Love And Other Disasters“ ähnlich klang wie das vorherige „Only Inhuman“ mag vielleicht den Eindruck erweckt haben, die Band spiele nun immer die gleiche Art von Musik.

Weit gefehlt. Neuer Sänger, neue Single, neues Album. Schon die veröffentlichte EP „Rebellion“ mit zwei Tracks des neuen Sängers Nathan Biggs deutete an, dass Sonic Syndicate 2010 anders klingen. Dieser Weg wird nun mit der ersten veröffentlichten Single aus dem kommenden Album („We Rule The Night“) konsequent fortgesetzt:

Sonic Syndicate wirken härter, dreckiger, erwachsener. Der Sound klingt wieder stärker nach „Eden Fire“ und irgendwie doch ganz anders. Sonic Syndicate haben sich verändert.