Archive for the Glubb Category

Glubb – Augsburg 1:0

Posted in Fußball, Glubb on 15. Mai 2010 by Basti

Zwischen den Ligen – Teil I

Der Glubb hat mal wieder die Möglichkeit, mit zwei Spielen, mit 180 Minuten plus x eine ganze Saison zu retten, oder das Frankenland in tiefe Depressionen zu stürzen. Die erste Möglichkeit nutze der Glubb am späten Donnerstag Abend und machte mit dem 1:0-Sieg gegen Augsburg einen großen Schritt in Richtung Saisonrettung.

Wie schon gegen Köln entschied ein später Treffer das Spiel, nur war diesmal alles anders als am Samstag: Kein abwartender Beginn, keine harmlosen Gegner, kein Bälle-hin-und-her-Geschiebe im Mittelfeld. Stattdessen leidenschaftlich kämpfende Nürnberger, die zu keiner Sekunde den Eindruck hinterließen, nicht an sich und die Mannschaft zu glauben. Noch vor dem Spiel waren alle Verantwortlichen darum bemüht, ein Duell auf Augenhöhe herbeizureden. Am Abend sah man davon nicht mehr viel. Der Glubb beherrschte das Spiel, in dem die Gäste aus Augsburg nur mit Kontern gefährlich vor dem Tor auftauchten – und im Abschluss versagten.

Dass die Glubb-Fans trotzdem bis zur 84. Minute auf den erlösenden Treffer warten mussten, lag an der mindestens genauso kläglichen Chancenverwertung der Glubb-Offensive: Bunjaku scheiterte in der 25., 36. und in der 66. (mit einem Elfmeter!) an FCA-Keeper Simon Jentzsch. Gündogan (28.), Wolf (57.), Eigler (69.) und Choupo-Moting (82.) vergaben weitere Chancen. Christian Eigler – von der BILD schon zum „Mr. Relegation“ gekürt – machte in der 84. Minute, das, wofür Bunjaku, Choupo-Moting und Güdogan eigentlich auch zuständig sind: Er erzielte nach einem tollen Freistoß von Risse mit dem Kopf das 1:0.

Und so durften 37.000 Glubb-Fans nach 90 Minuten Relegation doch noch jubeln. Über den verdienten Sieg, der sich vor allem ab der zweiten Halbzeit abzeichnete. Waren die Augsburger im ersten Durchgang wenigstens noch ab und an in die Nähe des Nürnberger Strafraums gekommen, konnten sie in Hälfte zwei nichts mehr ausrichten.

Wehrmutstropfen bleiben trotzdem: Der Sieg hätte höher ausfallen können – und müssen. Gegen eine defensiv aufgestellte Mannschaft (und nichts anderes waren die Augsburger über weite Strecken des Spiels) muss man auch mit 1-2 Chancen ein Tor machen. Und nicht mit 8! Pinola ist außerdem im Rückspiel gesperrt, nach einer kleinen Tätlichkeit gegen Augsburgs Michael Thurk sah er seine 10. gelbe Karte in dieser Saison.

Und so muss der Glubb am Sonntag ohne den wahrscheinlich besten Spieler auskommen. Für Pinola rückt Pascal Bieler in die Startelf. Ob zu dieser auch Ilkay Gündogan gehören wird, steht noch nicht fest, der junge Deutsch-Türke musste mit einer Sprunggelenksverletzung das Feld verlassen.

Aber ob mit oder ohne Gündogan hat der Glubb am Sonntag zum letzten Mal die Möglichkeit, eine ganze Saison zu retten, oder das Frankenland in tiefe Depressionen zu stürzen.

Glubb – Köln 1:0

Posted in Fußball, Glubb on 9. Mai 2010 by Basti

Freuen oder Ärgern? Das war bei mir – und vermutlich bei vielen anderen Glubb-Fans – die erste Reaktion nach dem Spiel gegen den FC Köln. Freuen über schönes Wetter, über einen Sieg des Glubbs, über den vorläufigen Nichtabstieg. Ärgern über ein besonders in der zweiten Halbzeit langweiliges Spiel, über Hannover 96, über den VfL Bochum, über die Relegation.

Natürlich hat der Glubb mit einem Sieg seinen Teil dazu beigetragen, nicht auf den 17. Tabellenplatz abzurutschen. Aber noch nie war ein Sieg so nutzlos, wie der 1:0-Erfolg gegen Köln. Da Hannover tatsächlich das Kunststück fertig brachte, schon zur Pause mit 3:0 gegen Bochum zu führen, stand schon zur Halbzeitpause fast sicher fest, dass der Glubb in die Relegation gegen den FC Augsburg muss. Und so verwandelte sich das Abstiegsendspiel in einen müden Kick. Köln war mit einem 0:0 anscheinend zufrieden (warum auch nicht?), aber auch der Glubb schien sich damit abgefunden zu haben, noch einmal 180 Minuten zwischen den Ligen zu spielen.

Die erste Halbzeit war da ganz anders: Mit einer starken Nordkurve im Rücken spielte der Glubb munter drauf los, Wolf (5.) und Maroh (25.) hatten jeweils Pech, als sie nur die Latte trafen oder fälschlicherweise auf Abseits entschieden wurde. Außer den beiden Chancen lieferten sich die beiden Mannschaften viele Zweikämpfe und spielten eine ansehnliche, kurzweilige Halbzeit.

Nach der frühen Entscheidung in Bochum entschlossen sich beide Teams jedoch dazu, sich die Bälle zuzuschieben. Selbst das späte Siegtor von Andreas Ottl (88.) war alles andere als ein spannender Treffer: Ein Freistoß des Glubbs musste wiederholt werden, da Maniche zu früh aus der Mauer ausgebrochen war. Schuss Ottl, Tor.

Fazit: Ein nutzloses Spiel, ein nutzloses Tor, ein nutzloser Sieg. Am Donnerstag und am Sonntag wird sich das ändern, dann zählt jedes Spiel, jedes Tor und jeder Sieg.

110 Jahre 1. FCN – Happy Birthday, Glubb!

Posted in Fußball, Glubb on 4. Mai 2010 by Basti

Ich wünsche dem 1. FCN alles Gute zu seinem 110. Geburtstag!

Über viele Jahre hinweg hat er mich Nerven gekostet, ich verzweifelte an ihm, ich litt mit ihm. Es gab aber auch Momente, in denen ich stolz war, Glubb-Fan zu sein. Momente, die man nur als Fußballfan, ja nur als Glubb-Fan erlebt. Und eindeutig: Für diese Momente bin ich unendlich dankbar.

Danke für 110 Jahre Liebe, Glaube, Leidenschaft. Danke für 110 Jahre fränkischen Fußball. Danke für 110 Jahre Glubb.

HSV – Glubb 4:0

Posted in Fußball, Glubb on 4. Mai 2010 by Basti

Hier sollte eigentlich, wie jede Woche, ein Spielbericht stehen. Aus gegebenem Anlass habe ich das Spiel aber nicht gesehen. Wer trotzdem lesen möchte, wie der Glubb dem 8. Abstieg näher taumelte, kann das hier tun. Ein Artikel, der die prekäre Situation auf den Punkt bringt.

Nächstes Wochenende folgt dann wieder ein Bericht von mir, ob es zum Saisonfinale gegen Köln etwas zu feiern geben wird, steht mehr denn je infrage…

Danke Chosen Few, danke HSV Supporters-Club!

Posted in Fußball, Glubb on 29. April 2010 by Basti

Anlässlich des Glubb-Spiels in Hamburg haben sowohl die Chosen Few, als auch der Hamburger Supporters-Club diese Meldung auf ihren Websites veröffentlicht:

Glubberer im Stadion

Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, wird der Gäste-Stehblock am Samstag leer bleiben. Der DFB hat diese Sanktion gegen den Nürnberger Anhang ausgesprochen, nachdem es beim Bundesligaspiel Bochum gegen den FCN zu einigen Verletzten durch eine Pyroaktion gekommen war. Dieser Unfall hätte natürlich nicht passieren dürfen und allen Verletzten gilt unser Mitgefühl. Allerdings finden wir die pauschale Verurteilung aller Nürnberger Auswärtsfahrer mehr als unangebracht. Auch, wenn Nürnberg am Samstag unser Gegner ist, alle Nürnberg-Fans sind bei uns herzlich willkommen. Egal ob Nürnberg, Bremen oder sonst wer, jeder Gästeanhang bekommt bei uns die Chance, seine Mannschaft zu unterstützen!

Wir möchten alle Hamburger drauf hinweisen, dass der Nürnberger Anhang sich wahrscheinlich in den Bereichen rund um den Gästeblock niederlassen wird. Bitte bedenkt die außergewöhnliche Situation und reagiert besonnen, wenn ein Nürnberg-Fan neben euch stehen/sitzen sollte. Nehmt es den Leuten nicht übel, wenn sie mit Emotionen und Leidenschaft bei der Sache sind – im Gegensatz zu uns geht es für den “Glubb” noch um eine ganze Menge!

Fußball lebt durch seine Fans – egal in welchen Farben!

Auch von mir geht ein herzliches DANKESCHÖN an die Elbe. Dieser ungewöhnliche Schritt zeigt einmal mehr, dass Solidarität unter Fans immer noch groß geschrieben wird!

Glubb – Dortmund 2:3

Posted in Fußball, Glubb on 25. April 2010 by Basti

Langsam wird es eng. Richtig eng. Nach dem dritten verlorenen Spiel in Folge (und dem Sieg von Freiburg) steht der Glubb nun auf Platz 15, punktgleich mit Platz 16 und weiterhin nur einen Punkt vor Platz 17. Einzig und allein die Tatsache, dass die direkten Konkurrenten Berlin, Bochum und Hannover ebenfalls verloren haben, macht ein bisschen Mut. Und doch: Ein ungutes Gefühl bleibt. Denn der Glubb hat es weiterhin selbst in der Hand – eine Ausgangsposition, die in der Vergangenheit allzu oft verspielt wurde.

So auch am Samstag, als der Glubb im sonnendurchfluteten Fankenstadion gegen den „Ballspielverein Barrios 09 Dortmund e.V.“ antrat. Jener Lucas Barrios war es, der drei Mal gegen eine Nürnberger Mannschaft traf, die vieles richtig, aber eben auch vieles falsch machte. Richtig war es zum Beispiel, auf den angeschlagenen Wolf zu verzichten und dafür Harvard Nordtveit in die Viererkette zu beordern. Genauso richtig war es, mit Mickael Tavares einen zweiten „Sechser“ auf den Platz zu stellen – Andi Ottl machte seine Sache in den letzten Partien zwar gut, wirkte aber oft überfordert.

Falsch war es, in der 27. Minute das erste Mal nicht auf Lucas Barrios aufzupassen. Dieser musste nach einem Nuri-Sahin-Freistoß nur noch den Kopf hinhalten, um die Führung zu erzielen. Richtig war es dagegen, sich nicht wie im Hinspiel aufzugeben, sondern nachzulegen. Denn der Glubb war Dortmund ebenbürtig, erarbeitete sich Chancen und wurde belohnt. Mike Frantz machte mit dieser Einstellung in der 30. Minute alles richtig, als er sich in Messi-Manier gegen drei (!) Dortmunder Verteidiger durchsetzte und den Ausgleich schoss.

Vieles, aber eben nicht alles richtig machte in der 54. Minute auch Choupo-Moting, dessen Seitfallzeiher von BVB-Keeper Weidenfeller gehalten wurde. Wieder alles falsch machte dagegen die Glubb-Abwehr in der 62., sowie in der 78. Minute. Barrios überrannte die Abwehr nach individuellen Fehlern (Maroh, Nordtveit) und überwand auch Schäfer problemlos.

Die Tatsache, dass Christian Eigler in der 83. Minute auch einmal etwas richtig machte, sorgte dafür, dass wenigstens das Torverhältnis geschont wurde. Geholfen hat es trotzdem nichts, der Treffer zum 2:3 war auch der letzte in einem Spiel, dass entweder den Anfang vom Ende oder das letzte ärgerliche Ergebnis in dieser Saison werden könnte. Langsam wird es eng. Richtig eng. Doch der Glubb hat es, wieder einmal, noch immer selbst in der Hand…

Freiburg – Glubb 2:1

Posted in Fußball, Glubb on 18. April 2010 by Basti

Es gibt sie eben doch, die 6-Punkte-Spiele und die Endspiele um den Klassenerhalt. Auch wenn Dieter Hecking, seines Zeichens Trainer des 1. FC Nürnberg, sich vor der Partie gegen Freiburg weigerte, von einem Endspiel zu sprechen.

Wie wichtig die Partie gegen die Breisgauer war, das zeigt sich nach dem Spieltag: Nürnberg (14.), Bochum (15.) und Freiburg (16.) haben nun, 3 Spieltage vor Schluss, genau die gleiche Anzahl an Punkten gesammelt – nämlich 28. Hannover liegt nur einen Zähler dahinter auf Platz 17. Einzig die Hertha aus Berlin ist etwas abgeschlagen. Und dennoch: Mit einem Sieg hätte sich der Glubb absetzen können von der Konkurrenz.

Die Hauptfigur, die diesen Plan erst zunichte machte und die Glubb-Fans später doch noch kurz hoffen ließ, war Dominic Maroh. Ausgerechnet der sonst so stabile Verteidiger köpfte den SC Freiburg in der 4. Minute mit einem Eigentor zuerst in Führung und den Glubb in der 79. Minute mit seinem ersten Saisontor wieder heran an den Gegner. Doch die Schlussoffensive kam zu spät, Nürnberg verlor verdient mit 2:1, nachdem Cisse in der 60. die zwischenzeitliche 2:0-Führung erzielt hatte.

Verdient verlor der Glubb, weil er die mannschaftliche Geschlossenheit aus den letzten Partien vermissen ließ. Kaum ein Nürnberger Spieler, ausgenommen Raphael Schäfer (wieder einmal!), konnte an vergangene Leistungen anknüpfen. Verdient verlor der Glubb, weil der Hintermannschaft nichts anderes einfiel als hohe Bälle in die gegnerische Hälfte. Kaum ein Spielaufbau gelang gegen die eng und dicht gestaffelt stehenden Freiburger. Verdient verlor der Glubb, weil die Chancenverwertung den Fan wieder einmal verzweifeln ließ. Das ewige Problem beim Glubb, das sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht. Verdient verlor der Glubb, weil Freiburg schlicht und einfach die bessere Mannschaft hatte. Die ihre Chancen nutzte, die Räume eng machte und sich nach dem 1:0 nicht auf Ergebnis-halten beschränkte, sondern weiter mutig nach vorne spielte.

Nun muss der Glubb sehen, dass die Punkte gegen andere Mannschaften geholt werden. In drei Spielen, die sicherlich alle als Endspiele bezeichnet werden. Daheim gegen Dortmund, in Hamburg und daheim gegen den FC aus Köln – die Chancen und Möglichkeiten hat der Glubb, er muss sie nur nutzen.