Archive for the Platten Category

Wow.

Posted in Musik, Platten on 20. Juni 2010 by Basti

Eminem ist zurück! Ein Jahr nach seinem Comeback-Album „Relapse“ erscheint morgen „Recovery“. Die erste Single wird „Not Afraid“ heißen und ist schon jetzt online zu bestaunen:

Ich kann nur sagen: Die bisher beste Single von Eminem. Ich war auf Anhieb beeindruckt, mit welcher Intensität und wie frei er über seine Vergangenheit und seine mittlerweile überwundenen Probleme rappt. Ich freue mich auf morgen!!!

So’n Scheiß.

Posted in Musik, Platten on 3. Juni 2010 by Basti

Ich muss noch länger warten. Länger warten auf das vierte Album von Sonic Syndicate und das erste Album von Sonic Syndicate mit neuem Sänger. Zwar erwarten mich alle Tage Neuigkeiten von der Band, sei es die Single „Revolution, Baby“, sei es das Video zur Single, sei es eine Ankündigung einer Making-Of-DVD zum neuen Album, sei es ein Trailer zu dieser DVD.

Bringt mir aber alles nix. Ich will das neue Album in den Händen halten. Und eigentlich sollte es schon so weit sein. Zu Beginn des Jahres wurde April/Mai als Release-Termin angekündigt. Schon vor längerer Zeit musste ich (entsetzt) feststellen, dass ich nun bis Ende August warten muss. ENDE! AUGUST!

Aber so soll es nun mal sein, ich kann ja auch nix dran ändern. Ist halt schade. Da nützt mir auch die Vorfreude nichts, die ja bekanntlich die schönste Freude sein soll…

Gorillaz – Plastic Beach

Posted in Musik, Platten on 14. März 2010 by Basti

Die erfolgreichste Comic-Band der Welt ist zurück! Die Gorillaz legen 5 Jahre nach ihrem letzten Album „Demon Days“ nach und präsentieren nun „Plastic Beach“. 16 Tracks, die zeigen, dass die Truppe um Sänger 2D und Bassist Murdoc erwachsen geworden ist und sich weiterentwickelt hat. Ein Schritt Richtung Electro.

Die schon immer für Syle-Hopping bekannte Band vereinte auf der letzten Platte noch Hip-Hop mit Rock und machte so den jeweils anderen Stil für die Hörer des einen interessant. Wer nun glaubt, dass das neue Album genau in die gleiche Kerbe schlägt, liegt daneben. Natürlich erwarten den Hörer auch auf „Plastic Beach“ Rap-Einlagen (diesmal unter anderem performt von Snoop Dogg, Mos Def und De La Soul), beispielweise gleich nach dem „Orchestral Intro“ auf „Welcome To The World Of The Plastic Beach“, bei der der schon angesprochene Snoop Dogg seinen Einstand gibt. Auch „White Flag“ schlägt den Weg Richtung Hip-Hop ein.

Alles beim Alten, könnte man also denken, doch die Gorillaz sind eben immer wieder für Überraschungen gut. Und so knallen sie einem in „Rhinestone Eyes“ erstmals eine Ladung Electro auf die Ohren. Klingt irgendwie gar nicht schlecht, mit der unverwechselbaren Stimme von 2D, bzw. Damon Albarn (bekanntlich dem Mann hinter dem Comic-Quartett).

Es folgt: „Stylo“. Die erste Single-Auskopplung und eine der besten Nummern der Platte. Obwohl sie beim ersten Hören nicht hängen bleibt, wie beispielsweise „Feel Good Inc.“ aus „Demon Days“. Und doch weiß sie nach einigen Versuchen zu gefallen. Mit Bruce Willis konnte darüber hinaus noch ein echter Hochkaräter für das Video engagiert werden. „Superfast Jellyfish“ folgt und beginnt wieder mit Hip-Hop, diesmal aus der Kehle von De La Soul. Der Electro-Beat fällt wieder auf, gewinnt gegen Ende sogar die Oberhand. Das direkt anschließende „Empire Ants“ nimmt ein wenig das Tempo raus und lädt zum Entspannen ein. Bis zur Hälfte kommt es sogar ohne Gastmusiker aus, auf „Plastic Beach“ eine erwähnenswerte Seltenheit. Wenn aber der weibliche Part im Song, Yukimi Nagano (nie gehört…), dazustößt, wird auch „Empire Ants“ sehr viel elektronischer.

„Glitter Freeze“ ist es dann vollständig. Vom Anfang bis zum Ende ein astreiner Electro-Track. Wollen die Gorillaz jetzt den Dancefloor entern? Wohl eher nein, dazu sind die Texte auf dem ganzen Album zu gesellschaftskritisch. Sie drehen sich um Konsumverhalten, Vereinsamung und, und, und. Und wie bei jedem Album der Gorillaz haben sich die kreativen Köpfe hinter dem Projekt, Damon Albarn und Jamie Hewlett, auch hier wieder eine Geschichte ausgedacht. Laut amazon.de geht diese so:

„[…]Inzwischen ist die Band in Plastic Beach beheimatet, einem gigantischen Kontrollzentrum à la Tracy Island (bekannt aus der TV-Serie Thunderbirds), das am Point Nemo inmitten des Südpazifiks auf einem großen Müllberg schwimmt. Kein anderer Platz der Welt ist weiter entfernt vom Festland. Hier läuft mehr oder weniger wieder alles nach Murdocs Nase, er hält 2D gefangen und wird zeitgleich von einer Cyborg-Version von Noodle beschützt, die er mit der DNA der japanischen Gitarristin hat herstellen lassen. Zuletzt wurde das Original 2006 gesehen, wie ihr im “El Mañana”-Video Bomben auf den Kopf fielen. Drummer Russel hingegen hat sich aus dem aktiven Leben zurückgezogen. Doch das alles scheint Murdoc überhaupt nicht zu kümmern. „Bei The Gorillaz denke ich vor allem nur an mich”, erklärt er. „Wenn man mich aus dieser Gruppe herausnähme, hätte man nur drei Dumpfbacken, die in die Kamera starren. […]“

Das folgende „Some Kind Of Nature“ könnte dagegen problemlos auch auf dem Vorgänger-Album zu finden gewesen sein. Zwar ist auch hier ein Electro-Einschlag zu hören, doch der Track klingt ein wenig mehr nach Gorillaz, als die bisherigen. Das später folgende „Plastic Beach“ sorgt für die gleichen Assoziationen; die Erinnerungen an „Demon Days“ werden wieder wach.

„On Melancholy Hill“ purzelt dann aus der Anlage, anders kann man es nicht ausdrücken. Irgendwie passt es so gar nicht zu der vorher erzeugten Stimmung. Für den Sommer ist dieser Song allerdings ein Hit, er erinnert ein bisschen an Erasure oder andere Synthi-Pop-Bands. Auch „Broken“ lässt Sehnsucht aufkommen, nach Sommer, Sonne, Gartenpartys. Darüber hinaus kommt man hier am meisten in den Genuss des Gesangs von 2D.

„Swepstakes“ macht dann den Schritt zurück zum Hip-Hop, vermischt mit dem auf „Plastic Beach“ schon fast unverzichtbaren Electro. Doch gegen Ende überrascht auch dieser Track: Ein Brass-Ensemble sorgt für den meiner Meinung nach besten Moment auf der Platte.

Bei „To Binge“ passt der Titel einfach nicht zum Song. Hawaii-Feeling am Plastic Beach, die herrlich sanfte Stimme von Yukimi Nagano trägt noch zusätzlich zur Entspannung bei. Auch „Cloud Of Unknowing“ gibt sich Mühe, dass man dem Ende von Plastic Beach ein wenig sorgenvoll entgegenblickt: Ein weiteres, wunderbar entspannendes Stück, diesmal mit Bobby Womack, der mit seiner Stimme fast schon im Stile eines Louis Armstrong, von den alten Zeiten erzählt und den Hörer ein wenig wehmütig werden lässt.

Das abschließende „Pirate Jet“ ist das meiner Meinung nach schwächste Lied auf der ganzen Platte, es zieht vorüber ohne einen Eindruch zu hinterlasen. Fast schon ein wenig schade, dass eine so gute CD so schwach endet. Alles in allem ist „Plastic Beach“ also sehr gelungen, trotz (oder gerade wegen) der unglaublich großen Anzahl an Gastmusikern passt alles zusammen und macht viel Spaß. Bleibt zu hoffen, dass die vorliegene Platte nicht die Letzte der Gorillaz sein wird, wie in einigen Foren schon gemunkelt wird – die Welt wäre um eine musikalische Sensation ärmer.

Warum ist es erst März?

Posted in Musik, Platten on 5. März 2010 by Basti

Freitag, 05.03.2010.

Noch 2 lange Monate muss ich warten, dann kann ich es endlich in Händen halten, das neue Sonic-Syndicate-Album. Seit heute weiß ich zumindest einmal wie es heißt und ich kann das Artwork bestaunen. „We Rule The Night“, heißt das gute Stück, das sofort nach Erscheinen in meiner Anlage ertönen wird. Ein bisschen Werbung:

Zwei Seiten hat die neue Platte aber schon. Einerseits ist es immer wieder schön, wenn eine Band ihre Fans mit etwas Neuem beeindrucken kann, und für frischen Wind sorgt. Ich bin mit sicher, dass das neue Album richtig gut wird und kaufen werde ich es mir trotz aller eventueller Kritik auf jeden Fall. Andererseits fehlt mir hier etwas. Ein Cover ohne Bandlogo ist nur ein halbes Cover und so ganz passt die Gestaltung nicht zu den bisherigen Designs der Band.

Ich will mich aber Neuem auch nicht verschließen, und deshalb verbringe ich die nächsten 2 Monate in freudiger Erwartung auf die Dinge die da kommen mögen.

HIM – Screamworks: Love In Theory And Practice, Chapters 1-13

Posted in Musik, Platten on 12. Februar 2010 by Basti

Mit einem fast unaussprechbar langen Album melden sich die Finnen um Frontmann Ville Valo rechtzeitig zum Valentinstag zurück. Das mittlerweile siebte Studioalbum ist das erste, das außerhalb des zweijährigen Veröffentlichungszyklus erscheint. Ganze 3 Jahre mussten die Fans diesmal warten, aber ich kann sagen: Das Warten hat sich gelohnt!

Der Vorgänger „Venus Doom“, das meiner Meinung nach beste HIM-Album, bot viel Neues im Vergleich zum Vorgänger „Dark Light“, der eher sanft ausgefallen war. Im 2007er-Album traten die „schwulen Keyboars“, wie Valo sie bezeichnet in den Hintergrund – im neuen Werk (der Einfachkeit halber „Screamworks“ genannt) sind sie wieder voll da. Warum?

„Damals haben wir viel My Dying Bride, Cathedral, Anathema oder auch Paradise Lost gehört. Und diese Bands haben uns bei ‚Venus Doom‘ extrem beeinflusst. […] Wir hatten keine Lust auf ‚Venus Doom 2‘. […] Ich hoffe und denke, unseren Fans ist das nur recht. Warum sollten sie die gleiche Platte noch einmal wollen? Ich liebe es, wenn mich meine Lieblingskünstler mit jedem Album aufs Neue überraschen. Acts wie Led Zeppelin, David Bowie, Niel Young usw. waren immer sie selbst und dennoch unberechenbar. Das ist ein Status, den ich mit HIM ebenfalls anstrebe.“

Aha. Und ich muss ihm Recht geben: „Screamworks“ überrascht an der einen oder anderen Stelle und doch erkennt man gleich am ersten Lied, welche Band denn da grad läuft. Der Opener „In Vine Veritas“ bietet den unverwechselbaren HIM-Sound mit rockigen Parts genauso wie mit melodiösen Abschnitten. In die gleiche Kerbe schlägt „Scared To Death“, bevor die erste Single „Heartkiller“ andere Töne anschlägt: Das Intro ist sehr poppig und 80er-Jahre-Synthiepop-mäßig geraten. Das stört ein wenig, hält aber zum Glück nicht an, im Gegenteil, es entwickelt sich ein flotter, richtig guter Rocksong. Im (zugegebenermaßen etwas dürftig ausgefallenen) Booklet kann man dann auch nachlesen, dass „Heartkiller“ mit 154 bpm aus den Boxen schallt. Eins der schnelleren Lieder auf der Platte. „Dying Song“, Track Nummer 4, beginnt ruhig, entwickelt sich jedoch mehr und mehr und nimmt schließlich das gleiche Tempo wie die Single an.

Das folgende „Disarm Me (With Your Loneliness)“, das schon 2002 geschrieben wurde, lässt schon am Titel vermuten, in welche Richtung es geht. Und richtig, den Hörer erwartet ein schmachtender Ville Valo. Die weiblichen Fans dürfte es entzücken…

Das folgende „Love, The Hardest Way“ schlägt dann in die gleiche Kerbe, wie zuvor „Heartkiller“. Nicht zu Unrecht wurden u.a. diese beiden Lieder bei einem Festival im letzten Jahr vorab präsentiert: Electropop-Intro und anschließend flotte 153 bpm. Ungewöhnlich für HIM, aber gut, den Anspruch Valos habe ich ja bereits oben zitiert.

Einfach großartig und schlicht gelungen ist „Katherine Wheel“. HIM ohne Schnörkel, ohne Experimente, ohne altbacken zu wirken. Rockige Gitarrensounds untermalen Valos sanfte Stimme perfekt, die uns eine Geschichte von der Liebe und ihrer dunklen Kehrseite erzählt.

„In The Arms Of Rain“ überrascht beim ersten Hören gewaltig: Das bisher längste Electropop-Intro zieht sich bis ins Lied hinein, ein „Düp, Düp, Düp, Düp, Düp, Düp,…“ ist immer wieder im Refrain zu hören, passt aber erstaunlicherweise wie die Faust aufs Auge. Á propos Faust aufs Auge: „Ode To Solitude“ kickt Arsch (oder eben Auge), anders kann man es nicht ausdrücken. Den bedrohlichen Beginn assoziiert man automatisch mit „Venus Doom“; während des Songs wird es zwar etwas weniger düster, dafür nicht weniger Metal-Lastig. Nebenbei gesagt auch der schnellste Track des gesamten Albums (176 bpm). Es geht weiter mit der Metal-lastigen Seite von „Screamworks“. „Shatter me with hope“, der folgende Song, ist mit 163 bpm ebenfalls sehr schnell und macht genausoviel Spaß. Auch wenn hier schon wieder der Electropop rauszuhören ist.

Back to the roots führt uns anschließend „Acoustic Funeral (For Love In Limbo)“. Wie schon bei „Katherine Wheel“ weiß man sofort, warum man HIM so gerne gehört hat, hört und hören wird.

„Like Saint Valentine“ geht mit 136 bpm wieder zurück in die Metal-Ecke, diesmal konsequenter, inklusive schnellen Drums und ein bisschen Gegrowle und Geschrei.

Beschließen tut das neue Album „The Foreboding Sense Of Impending Happiness“. Ein etwas seltsamer, ziemlich bass-lastiger und echt bedrohlich wirkender Beginn setzt sich das ganze Lied fort und hinterlässt den Hörer mit einigen Zweifeln zurück.

Kommt da noch was? Vielleicht ein hidden track? Oder ein zweiter Teil mit den „Chapters 14-26“? Oder wars das? Die Frage bleibt unbeantwortet, nicht aber diese: Ist die neue Platte von HIM gelungen?

Meiner Meinung nach definitiv ja. Nicht nur weil ich Fan der Finnen bin würde ich dem Album alle vorhandenen Sterne geben. „Venus Doom“ hat also seinen Spitzenplatz gerade an „Screamworks“ verloren. Viel Neues, trotzdem dem eigenen Stil treu bleiben, das ist und bleibt die Stärke von HIM.

Owl City – Ocean Eyes

Posted in Musik, Platten on 26. Januar 2010 by Basti

Nach La Roux’s selbstbetitelter Scheibe gibts wieder Electropop aus meiner Anlage. Und ich muss sagen, ich werde immer mehr ein Fan von dieser einerseits herrlich leichten, andererseits einfach schönen Musik.

Zur Band: Owl City dürfte hierzulande bekannt sein, aber einzig und allein aufgrund ihrer Single „Fireflies“ aus dem aktuellen Album „Ocean Eyes“. Und eigentlich ist es eher ein Musikprojekt als eine Band. Das einzige feste Mitglied ist Adam Young, das erinnert ein bisschen an Trent Reznor von NIN. Denn live wird Mr. Young natürlich unterstützt, im Studio macht er seine Arbeit allerdings allein. Songwriting, Gesang, Synthesizer, Produktion – alles aus einer Hand. Anfang 2007 gründete Adam Young also die Band „Owl City“ im Keller seines Elternhauses. Seine wiederkehrende Schlaflosigkeit sei der Grund dafür gewesen, seine Einflüsse liegen unüberhörbar in der (europäischen) Disco- und Electromusik.

Und der kleine Adam ist ein Kind des Web 2.0: Er eröffnet ein MySpace-Profil, uploadet die eigenen Songs und erhält dadurch innerhalb von kürzester Zeit viele Millionen Klicks und einen Plattenvertrag bei Universal Republic. Nachdem die ersten beiden Albem in Eigenregie veröffentlicht wurden, erscheint 2009 „Ocean Eyes“ bei besagtem Label. Nicht zu Unrecht: „Fireflies“ ist der am schnellsten verkaufte Electronic/Alternative-Track aller Zeiten, steht an der Spitze diverser Charts und hat die meisten Downloads bei iTunes in den USA.

Das dazugehörige Album „Ocean Eyes“ ist schlicht und einfach wunderbar. Schon das Cover suggerriert Sommer, Urlaub, Freizeit. Und die Musik hat exakt den gleichen Effekt. Alle, ausnahmslos alle, Songs machen gute Laune und Lust auf mehr/Meer. Der Opener „Cave In“ bietet eine wunderschöne Melodie und dazu die einfach perfekt zur Musik passende Stimme von Adam Young. Sofort fühlt man sich an den auf dem Cover abgebildeten Strand versetzt. „The Bird And The Worm“ ist meiner Meinung nach eine der niedlichsten Balladen der Gegenwart, gemacht für die Schöne auf dem Badetuch nebenan.

Die folgenden „Hello Seattle“ und „Umbrella Beach“ bringen Disco- und Electropop-Feeling an den Strand, ehe es bei „The Saltwater Room“ wieder ruhig wird, am Ozean. Unterstützung bekommt Young hier von der zarten Stimme von Breanne Duren, die beiden ergänzen sich perfekt. „Dental Care“ ruft nicht etwa zum Zähneputzen und ins-Bett-gehen auf, sondern zaubert in 3 Minuten 11 die pure gute Laune an den Strand.

Es wird langsam dunkel und ruhig am Strand, „Meteor Schower“ lädt zum Ausruhen und Beobachten von selbigem ein. „On The Wing“ gelingt dann das Kunststück, genau diese Stimmung mitzunehmen und zu halten. Das folgende „Fireflies“ bedarf keiner Beschreibung, es dürfte bekannt sein. Auch nach den Charts bleibts ruhig am Strand, bei der Ballade „The Tip Of The Iceberg“ zeigt Young sein ganzes musikalisches Talent für ruhige aber nie langweilige Songs. „Vannila Twilight“ schlägt in die gleiche Kerbe: Klavier am Anfang, dazu die hohe Stimme Youngs. Nach und nach entfaltet sich der Song dann in seiner ganzen Schönheit. Man kann es einfach nicht anders ausdrücken.

Gegen Ende bietet „Ocean Eyes“ noch einmal schnellere Nummern zum wieder warm werden. „Tidal Wave“ und ein Remix von „Hello Seattle“ eröffnen ein letztes Mal die Disko am Strand, ehe „If My Heart Was A House“ die Nacht verschwinden lässt und schon wieder den Sonnenaufgang an den Horizont zaubert…

Rammstein – Liebe ist für alle da

Posted in Musik, Platten on 27. Oktober 2009 by Basti

rammstein - liebe ist für alle daOh nein! Ein Lied das „Pussy“ heißt! Und dann auch noch ein Hardcore-Porno als Video dazu! Sowas gehört doch verboten!

Rammstein waren, sind und bleiben im Bereich der gezielten und kalkulierten Aufregung einsame Spitze. Das neue Album „Liebe ist für alle da“ passt bestens zu dieser Rammstein-Manier.

Der Opener „Rammlied“ bietet ein verdammt gutes Intro, das auch sicherlich in Zukunft auf Konzerten als solches fungieren wird. Besser kann man ein Album nicht beginnen! Der Text selbst erinnert sehr an „Rammstein“ vom Debüt-Album, doch was solls, Sätze wie „Wer wartet mit Besonnenheit/Der wird belohnt zur rechten Zeit/Das Warten hat ein Ende/Leiht euer Ohr einer Legende/RAMM….STEIN“ machen Lust auf mehr. Gleich im zweiten Track fröhnen die Berliner wieder ihrer Lust an der Provokation. „Ich tu dir weh“ knallt nach einem zarten Beginn richtig, besungen wird die Freude am Analsex.

Die folgenden „Waidmanns Heil“, „Haifisch“ und „B********“ gefallen ebenfalls durch fette Drums und Riffs, Rammstein at it’s best! „Haifisch“ hat dabei noch am meisten Potenzial zur nächsten Single, in „B********“ kann man Till Lindemanns Growl-Qualitäten bestaunen.

Ruhiger geht es danach zu, „Frühling in Paris“ wird gespickt mit französischen Lyrics, und kommt fast nur mit Akustik-Gitarre aus.

„Wiener Blut“ bildet dann sozusagen den Auftakt zu zwei mal Mehr Porno, direkt danach folgt die schon erwähnte Single „Pussy“.

Den Abschluss bildet schließlich „Roter Sand“, angefangen mit einer gepfiffenen Melodie wird ein klassisches Pistolenduell besungen. Erstaunlicherweise reichen auch hier Bläser, Akustikgitarren, Chöre, Streicher und die Stimmgewalt von Till Lindemann, um ein einmaliges Feeling zu erzeugen.

Den Vergleich zum Vorgänger-Album muss die neue Platte nicht scheuen, „Liebe ist für alle da“ gehört aber zweifelsfrei zu den besseren Rammstein-Machwerken.