Archive for the Schule und Uni Category

Unser Leben, unsere Perspektive

Posted in Politik, Schule und Uni on 13. November 2009 by Basti

Am 17. November steht der 3. bundesweite Bildungsstreik auf der Tagesordnung.

Bildungsstreik 2009 II

Waren es vor einem Jahr „nur“ 100.000, die zum Streiken auf die Straße gingen, beteiligten sich im Juni 2009 mit 250.000 bereits mehr als doppelt so viele SchülerInnen. Tendenz steigend. Gründe seinem Ärger auf der Straße Luft zu machen gibt es nach wie vor mehr als genug:

Bereits im Grundschulalltag wird der weitere Lebensweg in Stein gemeißelt. Nicht nur der Notendurchschnitt, auch der Geldbeutel der Eltern entscheidet, wer welchen Platz in der Gesellschaft bekommt. Große Klassen, wenig Lehrkräfte, Leistungsdruck, Konkurrenzdenken. Wer mit diesen Fakten nicht zurecht kommt oder kommen will, der landet schneller als gedacht auf dem Abstellgleis. Eine Bildung, die diesen Namen auch wirklich verdient, kann in diesem Schulsystem nicht entstehen!

Deshalb: „Eine Schule für alle“, unabhängig von Herkunft und finanzieller Situation der Eltern!

Doch damit nicht genug. Weder Schulen noch Universitäten dürfen zu Werbe – und Marketingflächen von Bundeswehr, Siemens und Co werden. Denn wir wollen selbstbestimmt lernen und nicht zwischen dem größeren und dem kleineren Übel wählen. Kaputte Turnhallen und veraltete Bücher können nicht die Alternative zu Sponsoring sein.

Deshalb: Konzerne raus aus Schulen und Unis! Lehrmittelfreiheit für alle!

Ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule darf aber ebenso wenig wie die Schulbildung vom eigenen Geldbeutel oder dem der Eltern abhängen. Auch in späteren Abschnitten des Bildungsweges müssen persönliche Interessen und Fähigkeiten im Vordergrund stehen. Es kann nicht sein, dass Menschen aus einkommensschwachen Schichten der Gesellschaft fast vollständig ausgeschlossen werden, nur weil der Staat Geld braucht.

Deshalb: Weg mit Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen in allen Fächern an allen Hochschulen!

Nach dem Studium fragt man sich dann: Was Tun? Denn Jahr um Jahr fehlen mehr Plätze und folglich sinkt die Chance auf eine gut bezahlte Ausbildungsstelle, bei der man auch wirklich etwas lernt. Die Ansprüche der ArbeitgeberInnen steigen ins Unermessliche und die Bezahlung sinkt ins Unterirdische.

Deshalb: Ausbildungsplätze für alle! JedeR soll das lernen können, was er/sie will! Gegen Lohndumping und Ausbeutung!

Die Versorgung und Betreuung von (Klein)Kindern sollte ebenso wie das Recht auf freien Zugang zur Bildung für jeden Menschen eine Garantie sein. Auch hier wird uns gesagt, dass es dafür kein Geld gäbe, da der Staat versuchen muss die Wirtschaft mit Milliarden zu retten.

Deshalb:Betreuungseinrichtungen für alle Kinder, unabhängig vom Alter und finanziellem Stand der Eltern!

Nach dem letzten Schulstreik wurde unser Protest zu einer unpolitischen Schulschwänz – Aktion erklärt. Tausende Schüler machen blau unter billigen Vorwänden. Wir alle, egal ob SchülerInnen, StudentInnen oder Auszubildende, erfahren jeden Tag mit welcher Brutalität dieses Bildungssystem arbeitet. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir uns nicht auf die regierenden PolitikerInnen verlassen dürfen, wenn es um die Durchsetzung unserer Interessen geht. Kämpfen wir also weiterhin entschlossen und gemeinsam für eine grundlegende Verbesserung unserer Lebensrealität! Lassen wir uns nicht entpolitisieren oder gar kriminalisieren! Denn wer, wenn nicht wir selbst, können unsere eigenen Bedürfnisse am klarsten formulieren.

Deshalb:Heraus zum Bildunsstreik am 17. November!

Ein Netbook für’s Studium

Posted in Schule und Uni, Technik on 5. September 2009 by Basti

Im Oktober beginnt an den deutschen Universitäten das Wintersemester 2009/10 und somit für mich der „Ernst des Lebens“. Auch ich werde dann einer unter vielen Studenten sein, die im Hörsaal sitzen und ihrem Professor zuhören. Um mich optimal auf die Prüfungen vorzubereiten, habe ich mich entschieden, mir ein Netbook zuzulegen.

Für die Unwissenden: Unter einem Netbook versteht man Mini-Laptops, die dafür gedacht sind, auch unterwegs mobil zu sein.

Aber es sollte nicht irgendein Mini-Computer werden, nein. Meine Priorität lag und liegt ganz klar auf der Laufzeit des Akkus. Wenn der schon nach ein paar Stunden schlapp macht, bringt er mir im Hörsaal ziemlich wenig. Deshalb erkundigte ich mich im www und fand den Asus Eee PC 1000HE. Der Asus Eee PC 1000HEHersteller verspricht hier über 9 Stunden Akkulaufzeit. Dass das nicht stimmen kann, dürfte aber jedem PC-Benutzer klar sein, doch immerhin, unter Belastung steckt der Akku über 6 Stunden locker weg.

Lieferbarbar ist der PC in weiß, schwarz und blau. Sicher, bei der Funktionalität tut das nichts zur Sache, aber von Seiten des Herstellers ist das ein Schritt in Richtung Individualisierung, auch bei den Netbooks, deren Nachfrage stetig steigt. Als der PC dann in meinem Besitz war, schloss ich ihn mit dem beiliegenden Netzteil an und genoss die ersten Schritte auf meinem neuen Netbook.

Der erste Eindruck überzeugt auf ganzer Linie, die Tasten der Tastatur ähneln der eines MacBooks. Das heißt, sie sind voneinander getrennt, was der Benutzung aber keinen Abbruch tut. Und auch ein Durchbiegen, wie bei älteren Netbook-Tastaturen, gibt es hier nicht mehr. Das bereits installierte Betriebssystem Windows XP läuft reibungslos, als Prozessor hat Asus den Intel Atom N280 eingebaut; dieser liefert 1,66 Gigahertz. In Zusammenarbeit mit dem 1GB-Arbeitsspeicher lassen sich fast alle Anwendungen problemlos starten.

Ein weiterer Pluspunkt ist das unheimlich starke WLAN. Innerhalb kürzester Zeit findet der PC die verfügbaren Netzwerke, die Verbindung mit selbigen ist kinderleicht. Und falls einmal kein Netzwerk vorhanden sein sollte, ist der neueste Bluetooth-Standart gleich mit eingebaut. Annschlussmäßig bietet der Asus keine Überraschungen, es fehlt aber auch nichts. Neben 3 USB-Buchsen enthält das Netbook einen LAN-Anschluss, einen Tonein- und -ausgang, einen Kartenleser und einen VGA-Anschluss. Auch eine Kamera und ein Mikrofon sind serienmäßig dabei.

Damit die vielen Daten, die über die Anschlüsse rein kommen, auch nicht verloren gehen, hat der PC 160 GB Festplattenspeicher an Bord. Zudem bietet Asus kostenlos (!) 10 GB Webspace an, damit auch die sensiblen Daten sicher gespeichert werden können.

Alles in allem gibt es am Asus Eee PC 1000HE nicht viel Neues, aber viel Bewährtes und gaaaanz viel Akku.

Rettet die Bildung, nicht die Konzerne!

Posted in Schule und Uni on 17. Juni 2009 by Basti

Bundesweite Aktionswoche vom 15. bis 19. Juni

BILDUNGSSTREIK 2009

Du kennst das doch alles:

Jeden Tag viel zu früh aufstehen, Kaffee runterwürgen und ab in die Schule. Du konnst 5 Minuten zu spät und das Erste was du dir anhören musst, ist ein Anschiss deiner Lehrkraft. So geht es bis eins, wenn du keinen Nachmittagsunterricht hast, weiter. Schule aus? Forget it! Zu Hause heißt es dann, den Stoff zu lernen. Interessiert dich wirklich alles, was dir in der Schule beigebracht wird? Wohl kaum. Doch du lernst es trotzdem. Weil du eben musst. Sonst gibt’s schlechte Noten, Ärger zu Hause und, und, und…

Wir sagen natürlich nicht, dass Lernen scheiße oder sinnlos ist. Nein! Lernen und Wissen sind wichtig. Hört nicht auf in die Schule zu gehen, fangt eher an, die Schule und das dahinter stehende System kritisch zu betrachten und zu bekämpfen. Bildet Arbeitskreise in der Schule, hinterfragt Autorität und beigebrachtes Wissen und kommt zum Schulstreik am 17. Juni 2009.

Bildungsstreik 2009

Im November letzten Jahres beteiligten sich rund 80.000 Schüler, davon ca. 3.000 in Nürnberg, am bundesweiten Schulstreik. Doch die Unzufriedenheit von damals ist keineswegs gewichen, wie die Zahlen des heutigen Bildungsstreiks zeigen: 3.500 setzten in Nürnberg ein Zeichen, von 20.000 stürmten und besetzten 70 in Mainz den Landtag, 240.000 Demonstranten waren in 70 Städten bundesweit auf der Straße, darunter sogar einige Lehrer und Stadträte. Sie forderten an allen Schulen, Hochschulen & Unis:

Eine Demokratisierung des Bildungssystems, d.h. Mitbestimmung an allen bildungspolitischen Entscheidungen! Chancengleichheit: Eine Schule für alle statt G8 und Benachteiligung!, Keine Kommerzialisierung und wirtschaftsunabhängige Bildungseinrichtungen! Außerdem kostenlose Bildung ohne Studiengebühren, dafür Lern- & Lehrmittelfreiheit!

In Nürnberg begann die Demonstration um 11:30 Uhr mit einer Kundgebung vor der Lorenzkirche und zog dann Richtung Norden, vorbei an der Zentral-Mensa und am Willstätter-Gymnasium. Das Johannes-Scharrer- sowie das Hans-Sachs-Gymnasium waren die nächsten Schulen an der Demoroute. An allen drei Schulen versuchte ein doch recht massives Polizeiaufgebot, sowohl Schüler im Inneren daran zu hindern nach außen zu gelangen, als auch Schülern zu verbieten, in das Gebäude einzudringen. Am Hans-Sachs gelang es trotzdem einigen Demonstrationsteilnehmern ins Innere zu gelangen; Fahnen wurden geschwenkt, Parolen in die Klassenzimmer geschrieben. Vor der Schule kam es zu einem Zwischenfall mit der Polizei, sogar Pfefferspray (!) wurde gegen einige Teilnehmer eingesetzt. Auf Festnahmen oder ähnliche Maßnahmen wurde glücklicherweise verzichtet. Auf dem „Rückweg“ nach Süden kam der Demonstrationszug noch am Labenwolf-Gymnasium vorbei, hier schlossen sich einige Schüler dem Streik an. Auch am Ziel der Demo, dem Rathenauplatz, kam es immer wieder zu Reibereien mit den anwesenden Beamten. Ob das nicht gerade für seine Zimperlichkeit bekannte bayerische USK bei einer Demonstration von Schülern eingesetzt werden musste, sei einmal dahingestellt. Beendet war der Bildungsstreik 2009 nach einer Abschlusskundgebung um 14:30 Uhr.