Die Festival-Saison 2010 ist eröffnet!

Posted in Musik on 24. Mai 2010 by Basti

Den Anfang machte das „Open Air am Berg bei Eichstätt“, ein kleines aber feines Reggae/Ska-Festival. Dieses Jahr fand das Open Air am 21. und 22. Mai statt, ich war mit meinem Bruder und einer Freundin dabei.

Den Ausschlag für die Reise ins Altmühltal gab von Anfang an die Band „Mono & Nikitaman“, sie spielen eine Mischung aus Reggae und Dancehall immer wieder mit politischen Themen. Doch auch die Heidelberger Jungs von „Irie Révoltés“ und die Münchner „Jamaram“ wollten wir uns nicht entgehen lassen. Die ersten spielen vorweigend Ska, um ein vielfaches politischer als Mono & Nikitaman, die zweiten machen astreinen Reggae.

Und so machten wir uns am Freitag nachmittag – nach dem Einkaufen und dem Auto Vollpacken – auf, in das ca. eine Stunde entfernte Eichstätt. Dort angekommen wurde zuallererst das Zelt aufgestellt und anschließend der Platz erkundet. Das Ergebnis: Ein Festivalgelände, wie man es sich wünscht, mit Wiese zum Zelten, Rindenmulch vor der Bühne zum Schuhe Verdrecken und Matsch zum Durchlaufen… :-)

Dass das Open Air am Berg aber kein reines Reggae/Ska-Festival ist, konnten wir gleich bei unserer ersten „Besichtigung“ des Konzertgeländes hören: „Kreator“ spielten zu dieser Zeit auf, und die Metaler unter den Lesern werden wissen, was die Band aus Essen macht: Trash Metal, laut und brachial. Zusammen mit „Tyr“ und „Equilibrium“ stellten Kreator die Metal-Fraktion auf dem Open Air am Berg. Die Ska-Gemeinde war dennoch mit einer größeren Anzahl an Bands vertreten. Dass die Auftritte nicht strikt nach Genre getrennt waren, sorgte dafür, dass sich auch mal der eine oder andere Metalhead zu Ska bewegte, oder ein paar „Hippies“ (Nicht böse sein, liebe Jamaram-Fans, aber die Bezeichnung passt einfach…) kräftig zur Double-Bass bangten.

Doch zurück zu unserer kleinen Festival-Zeltgemeinschaft: Die schon erwähnten Irie Révoltés bildeten den Höhepunkt am Freitag Abend. Als sie um 23:15 Uhr die Bühne betraten, kannte das Publikum kein Halten mehr, es wurde getanzt, was die Beine hergaben. Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit, es blieb zumindest trocken. Als um halb 2 „Trashtucada“ die Bühne betraten, konnten die (leider wenigen) Zuschauer noch einmal kräftig abtanzen. Zwar könnte ich den Stil der Band – Ska-Punk – niemals in meiner Freizeit hören, auf Festivlas gehts dafür mächtig ab. Ska ist ohnehin ein Stil, voller Energie und Spaß – Ska-Punk steht dem in nichts nach. Als um kurz vor 3 die letzte Zugabe verklungen war, waren zwar die Konzerte zu Ende, nicht jedoch die Feierfreude. Es wurde – wie es sich auf Festivals gehört – viel gefeiert und wenig geschlafen.

Der zweite Tag in Eichstätt sollte der guten Stimmung noch eins draufsetzen: Wir erwachten nach einer kurzen Nacht mit prallem Sonnenschein! Die Konsequenz: Spaß, gute Laune, Sonnenbrand. (Denn warum Sonnencreme einpacken, wenn der Mai eher ein November ist?)

Aufgrund der kurzen Nacht ließen wir den Tag bei ein paar Bier ruhig angehen und machten uns gegen Mittag auf den Weg zur Bühne. Die Indie-Band „Kid Galahad“ bekamen wir am Rande mit, bei den Hip-Hoppern von der „JOC Crew“ verließen wir das Konzertgelände wieder, um uns vor dem Zelt bei ein paar Bier und viel Sonne zu entspannen. Rechtzeitig zu Jamaram waren wir aber wieder zurück. Wir erlebten Reggae in seiner schönsten Form: Sommerliche Temperaturen, eine trotz eweig dauerndem Soundcheck und anfänglichen Mikrofonproblemen grandios aufspielende Band und die ein tolles Licht zaubernde, tief stehende Sonne machten mein bisher drittes Festival zu meinem bisher besten.

Den anschließenden Auftritt von Equilibrium nutzen wir zur Nahrungs- und Bieraufnahme, ehe wir uns um 21:15 Uhr einfanden, um Mono & Nikitaman zu lauschen, die mit altem und neuem (!) Material überzeugten – wann Album Nummer vier erscheint, ist aber noch unklar. Die folgenden Ska-Punker „The Locos“ nahmen wir noch mit, waren danach aber zu erschöpft, um noch eine Band durchzustehen. Und so verkürzten wir den Konzert-Teil und verlängerten dafür den Chill-Teil vor dem Zelt, in der ersten warmen Festival-Nacht 2010!

Mein Fazit: Ein kleines, dafür umso schöneres Festival. Hinterlassen hat es in mir die Vorfreude auf „Rock im Park 2010“, „RhEINKULTUR 2010“ und „Open Air am Berg bei Eichsätt 2011“. Und vielleicht entschließe ich mich ja kurzfristig noch zu weiteren Festivals im hoffentlich geilen Sommer 2010. Denn: Life is music – play it louder!

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Glubb – Augsburg 1:0

Posted in Fußball, Glubb on 15. Mai 2010 by Basti

Zwischen den Ligen – Teil I

Der Glubb hat mal wieder die Möglichkeit, mit zwei Spielen, mit 180 Minuten plus x eine ganze Saison zu retten, oder das Frankenland in tiefe Depressionen zu stürzen. Die erste Möglichkeit nutze der Glubb am späten Donnerstag Abend und machte mit dem 1:0-Sieg gegen Augsburg einen großen Schritt in Richtung Saisonrettung.

Wie schon gegen Köln entschied ein später Treffer das Spiel, nur war diesmal alles anders als am Samstag: Kein abwartender Beginn, keine harmlosen Gegner, kein Bälle-hin-und-her-Geschiebe im Mittelfeld. Stattdessen leidenschaftlich kämpfende Nürnberger, die zu keiner Sekunde den Eindruck hinterließen, nicht an sich und die Mannschaft zu glauben. Noch vor dem Spiel waren alle Verantwortlichen darum bemüht, ein Duell auf Augenhöhe herbeizureden. Am Abend sah man davon nicht mehr viel. Der Glubb beherrschte das Spiel, in dem die Gäste aus Augsburg nur mit Kontern gefährlich vor dem Tor auftauchten – und im Abschluss versagten.

Dass die Glubb-Fans trotzdem bis zur 84. Minute auf den erlösenden Treffer warten mussten, lag an der mindestens genauso kläglichen Chancenverwertung der Glubb-Offensive: Bunjaku scheiterte in der 25., 36. und in der 66. (mit einem Elfmeter!) an FCA-Keeper Simon Jentzsch. Gündogan (28.), Wolf (57.), Eigler (69.) und Choupo-Moting (82.) vergaben weitere Chancen. Christian Eigler – von der BILD schon zum „Mr. Relegation“ gekürt – machte in der 84. Minute, das, wofür Bunjaku, Choupo-Moting und Güdogan eigentlich auch zuständig sind: Er erzielte nach einem tollen Freistoß von Risse mit dem Kopf das 1:0.

Und so durften 37.000 Glubb-Fans nach 90 Minuten Relegation doch noch jubeln. Über den verdienten Sieg, der sich vor allem ab der zweiten Halbzeit abzeichnete. Waren die Augsburger im ersten Durchgang wenigstens noch ab und an in die Nähe des Nürnberger Strafraums gekommen, konnten sie in Hälfte zwei nichts mehr ausrichten.

Wehrmutstropfen bleiben trotzdem: Der Sieg hätte höher ausfallen können – und müssen. Gegen eine defensiv aufgestellte Mannschaft (und nichts anderes waren die Augsburger über weite Strecken des Spiels) muss man auch mit 1-2 Chancen ein Tor machen. Und nicht mit 8! Pinola ist außerdem im Rückspiel gesperrt, nach einer kleinen Tätlichkeit gegen Augsburgs Michael Thurk sah er seine 10. gelbe Karte in dieser Saison.

Und so muss der Glubb am Sonntag ohne den wahrscheinlich besten Spieler auskommen. Für Pinola rückt Pascal Bieler in die Startelf. Ob zu dieser auch Ilkay Gündogan gehören wird, steht noch nicht fest, der junge Deutsch-Türke musste mit einer Sprunggelenksverletzung das Feld verlassen.

Aber ob mit oder ohne Gündogan hat der Glubb am Sonntag zum letzten Mal die Möglichkeit, eine ganze Saison zu retten, oder das Frankenland in tiefe Depressionen zu stürzen.

Glubb – Köln 1:0

Posted in Fußball, Glubb on 9. Mai 2010 by Basti

Freuen oder Ärgern? Das war bei mir – und vermutlich bei vielen anderen Glubb-Fans – die erste Reaktion nach dem Spiel gegen den FC Köln. Freuen über schönes Wetter, über einen Sieg des Glubbs, über den vorläufigen Nichtabstieg. Ärgern über ein besonders in der zweiten Halbzeit langweiliges Spiel, über Hannover 96, über den VfL Bochum, über die Relegation.

Natürlich hat der Glubb mit einem Sieg seinen Teil dazu beigetragen, nicht auf den 17. Tabellenplatz abzurutschen. Aber noch nie war ein Sieg so nutzlos, wie der 1:0-Erfolg gegen Köln. Da Hannover tatsächlich das Kunststück fertig brachte, schon zur Pause mit 3:0 gegen Bochum zu führen, stand schon zur Halbzeitpause fast sicher fest, dass der Glubb in die Relegation gegen den FC Augsburg muss. Und so verwandelte sich das Abstiegsendspiel in einen müden Kick. Köln war mit einem 0:0 anscheinend zufrieden (warum auch nicht?), aber auch der Glubb schien sich damit abgefunden zu haben, noch einmal 180 Minuten zwischen den Ligen zu spielen.

Die erste Halbzeit war da ganz anders: Mit einer starken Nordkurve im Rücken spielte der Glubb munter drauf los, Wolf (5.) und Maroh (25.) hatten jeweils Pech, als sie nur die Latte trafen oder fälschlicherweise auf Abseits entschieden wurde. Außer den beiden Chancen lieferten sich die beiden Mannschaften viele Zweikämpfe und spielten eine ansehnliche, kurzweilige Halbzeit.

Nach der frühen Entscheidung in Bochum entschlossen sich beide Teams jedoch dazu, sich die Bälle zuzuschieben. Selbst das späte Siegtor von Andreas Ottl (88.) war alles andere als ein spannender Treffer: Ein Freistoß des Glubbs musste wiederholt werden, da Maniche zu früh aus der Mauer ausgebrochen war. Schuss Ottl, Tor.

Fazit: Ein nutzloses Spiel, ein nutzloses Tor, ein nutzloser Sieg. Am Donnerstag und am Sonntag wird sich das ändern, dann zählt jedes Spiel, jedes Tor und jeder Sieg.

Revolution Baby!

Posted in Musik on 7. Mai 2010 by Basti

Sonic Syndicate haben sich verändert.

Ob zum Guten oder zum Schlechten, das lässt sich noch nicht sagen, nach aktuell 3 veröffentlichten Songs. Fest steht aber, dass die neue Single „Revolution Baby“ definitiv anders klingt, als alles bisher erschienenes von den Schweden. Grundsätzlich ist das nichts schlechtes, Sonic Syndicate klangen schon auf „Only Inhuman“ anders als auf dem Vorgänger „Eden Fire“. Dass „Love And Other Disasters“ ähnlich klang wie das vorherige „Only Inhuman“ mag vielleicht den Eindruck erweckt haben, die Band spiele nun immer die gleiche Art von Musik.

Weit gefehlt. Neuer Sänger, neue Single, neues Album. Schon die veröffentlichte EP „Rebellion“ mit zwei Tracks des neuen Sängers Nathan Biggs deutete an, dass Sonic Syndicate 2010 anders klingen. Dieser Weg wird nun mit der ersten veröffentlichten Single aus dem kommenden Album („We Rule The Night“) konsequent fortgesetzt:

Sonic Syndicate wirken härter, dreckiger, erwachsener. Der Sound klingt wieder stärker nach „Eden Fire“ und irgendwie doch ganz anders. Sonic Syndicate haben sich verändert.

Keine Überraschungen.

Posted in Fußball on 6. Mai 2010 by Basti

Noch 35 Tage bis zur WM. Und seit 12:16 Uhr steht er fest, der Kader, mit dem Jogi Löw den Pokal in Südafrika holen will. Insgesamt stehen im vorläufigen Kader 27 Spieler, sowie 5 Perspektivkräfte für das Länderspiel gegen Malta:

  • Tor: Butt, Neuer, Wiese
  • Abwehr: Aogo, Badstuber, Beck, Boateng, Arne Friedrich, Jansen, Lahm, Mertesacker, Tasci, Westermann
  • Mittelfeld: Ballack, Khedira, Kroos, Marin, Özil, Schweinsteiger, Träsch, Trochowski
  • Sturm: Cacau, Gomez, Kießling, Klose, Müller, Podolksi

Die Perspektivspieler sind: Kevin Großkreutz und Mats Hummels (Dortmund), Tobias Sippel (Torhüter; Kaiserslautern), Stefan Reinartz (Leverkusen) und Marco Reus (M’gladbach).

Meine persönliche Analyse ist die: Überraschungen, wie vor 4 Jahren die Nominierung von David Odonkor, gibt es diesmal nicht. Man vermisst aber auch keine Spieler im Kader, ausgenommen vielleicht Thomas Hitzelsperger. Der Ex-Stuttgarter ist einer der Verlierer der Nominierung. Auch Schäfer und Gentner (beide Wolfsburg) sucht man in der Liste vergeblich. Darüber hinaus wird sich auch Dortmund etwas übergangen fühlen, Großkreutz und Hummels sind nur für das Malta-Spiel nominiert, im WM-Kader findet sich überhaupt kein Schwarz-Gelber.

Gewinner der Nominierung sind, wie sollte es anders sein, die Bayern. Insgesamt stehen 7 Müncher im Kader (oder 8, wenn man Toni Kroos dazu zählt). Dazu Löw: „In der Nationalmannschaft gab es in den letzten Jahren immer wieder Blockbildung. Mal die Bayern, die Bremer, Leverkusen. Es war zu spüren, dass die Bayern vor Selbstvertrauen strotzen. Badstuber und Müller haben die lange Saison sehr gut durchgestanden. Badstuber ist taktisch besser geworden im Verlauf des Jahres, seine stärkere Position ist in der Innenverteidigung. Auf Dauer sehe ich ihn dort. Er macht sehr wenige Fehler, man spürt bei ihm eine gewisse Abgeklärtheit. Müller ist flexibel einsetzbar, er ist mit unglaublich viel Instinkt und Raffinesse gesegnet. Er ist immer dort anzutreffen, wo die meiste Gefahr herrscht. Er ist bei allen gefährlichen Aktionen mit dabei.“

Der einzige Spieler ohne bisheriges A-Länderspiel ist Dennis Aogo. Da er allerdings schon einige U21-Länderspiele hinter sich gebracht und mit dem HSV im internationalen Wettbewerb seine Fahigkeiten unter Beweis gestellt hat, unterstrich Löw die Tatsache, dass Aogo ein technisch sehr gut ausgebildeter Spieler sei. Daher habe die fehlende Länderspielerfahrung bei der Nominierung keine Rolle gespielt.

Was allerdings nicht vergessen werden darf: Bis zum 1. Juni muss der Bundestrainer noch 4 Spieler aus dem Kader streichen. Welche das sein werden, stehe derzeit aber noch nicht fest, so Löw. Die Frage nach der deutschen Nummer 1 sei ebenfalls noch ungeklärt.

Fazit: Alles wie gehabt. Ballack ist der Kapitän. Die Bayern-Fraktion bestimmt die Nationalmannschaft. Frings und Kuranyi sind nicht dabei. Keine Überraschungen.

110 Jahre 1. FCN – Happy Birthday, Glubb!

Posted in Fußball, Glubb on 4. Mai 2010 by Basti

Ich wünsche dem 1. FCN alles Gute zu seinem 110. Geburtstag!

Über viele Jahre hinweg hat er mich Nerven gekostet, ich verzweifelte an ihm, ich litt mit ihm. Es gab aber auch Momente, in denen ich stolz war, Glubb-Fan zu sein. Momente, die man nur als Fußballfan, ja nur als Glubb-Fan erlebt. Und eindeutig: Für diese Momente bin ich unendlich dankbar.

Danke für 110 Jahre Liebe, Glaube, Leidenschaft. Danke für 110 Jahre fränkischen Fußball. Danke für 110 Jahre Glubb.

HSV – Glubb 4:0

Posted in Fußball, Glubb on 4. Mai 2010 by Basti

Hier sollte eigentlich, wie jede Woche, ein Spielbericht stehen. Aus gegebenem Anlass habe ich das Spiel aber nicht gesehen. Wer trotzdem lesen möchte, wie der Glubb dem 8. Abstieg näher taumelte, kann das hier tun. Ein Artikel, der die prekäre Situation auf den Punkt bringt.

Nächstes Wochenende folgt dann wieder ein Bericht von mir, ob es zum Saisonfinale gegen Köln etwas zu feiern geben wird, steht mehr denn je infrage…